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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Eine kleine Schöpfungsgeschichte der Noten (Teil2)

Heute wird erzählt, wie es zu den Tonhöhen kam. Den ersten Teil der Geschichte findet man unter http://www.gitarrenunterricht-frankfurt.de/2006/09/15/eine-kleine-schoepfungsgeschichte-der-noten-teil1/

Wie kam es denn nun zu den Tonhöhen?

Bis es zu den Tonhöhen kam, dauerte es eine lange Zeit. Die Noten hopsten zählend durch Wald und Wiesen, und warteten auf die Schaffung der Pizzabäcker. Mit ihrem Gezähle gingen sie den Sauriern ernsthaft auf den Wecker. Anerkannte Biologen behaupten sogar, dass die Saurier wegen Notenzählentnervung ausgestorben sind.

Aber nachdem die Saurier ausgestorben waren, war die Bildfläche für den Menschen (Homo sapiens) frei. Die nahm er sich auch sofort und hauste als Steinzeitmensch in Höhlen oder sogar Baumhäusern.

Unser Entdecker der Tonhöhen Aeronautusluftikusmusikus wohnte im Löwenmaultal, Baum 7, 6. Etage. Da Aeronautusluftikusmusikus ein alleinstehender Steinzeitmann war, musste er in der höchsten Baumetage wohnen. Man war der Meinung, ein alleinstehender Steinzeitmann hat viel Zeit zum Klettern, denn er muss zu seiner Ernährung nur zwei Hasen pro Woche jagen. Während dagegen hin eine anständige Steinzeitfamilie so ungefähr 20 Hasen pro Woche braucht.

Und da saß Aeronautusluftikusmusikus in seinem Baumhaus im Baum 7, 6. Etage mit seiner ganzen Zeit und überlegte, wie er denn um diese Kletterei kommen könnte. Denn er war nicht ganz schwindelfrei. Besonders, wenn mal wieder ein Sturm von Nordost durch das Löwenmaultal brauste.

Da sich in ihm schon jetzt ankündigte, dass er ein Urvater einer Luftschiffer- und Musikerdynastie werden würde, tauchte vor seinem inneren Auge schemenhaft die Idee eines Lufteinbaumes auf.

Eines Abends saß Aeronautusluftikusmusikus mal wieder auf der Terrasse seines Baumhauses und blinzelte eine Hasenkeule verdauend in die Sonne. Und sann über diesen Lufteinbaum nach. Im fiel einfach kein Hebemechanismus für den Einbaum ein.

Und so hmmter er vor sich hin. Was vor sich Hinhmmen ist?. Man macht die ganze Zeit:“Hmmmm, hmm, hmmmmmmmmmm.“ Und da die Hasenkeule an diesem Tag wieder besonders gut war, war dieses Hmmen voll Behagen. Da Aeronautusluftikusmusikus aber auch der Urvater einer Musikerdynastie sein sollte, war dieses Hmmen kein normales Hmm, sondern es war eher wie etwas, was man heute Singen nennen würde. Aeronautusluftikusmusikus wusste natürlich wie die meisten Genies nicht, dass er seiner Zeit weit voraus war. Er sann vor sich hin und hmmte.

Die Noten waren an diesem Tag mal wieder sehr aufdringlich. Eigentlich gab es eine Abmachungen, dass die Noten sich nicht in Hörweite der Baumhäuser bewegen würden. Denn die Menschen wollten nicht das Schicksal der Saurier erleiden.

Der eigentliche Grund war, die Mensch (Homo sapiens) war angeblich weise. Doch diese Noten konnten glatt weiter zählen. Nämlich bis vier. Und das muss man sich ja nicht tagtäglich auch noch vorführen lassen.

Aber die Noten waren dieses ewige Gehopse und Zählen in den Wäldern leid und schauten ab und zu nach, ob die Menschen denn schon endlich die Pizza erfunden hätten und ob es schon Pizzabäcker gäbe. Ab und zu demonstrierten sie und riefen:“ Menschen lasst das Jagen sein? Wann fällt euch die Pizza ein?“

Normalerweise reagierten die Menschen als Steinzeitmenschen mit Steinwürfen, um die Noten zu vertreiben. Doch an diesem Tag war alles anders. Den die Noten zählten nicht, sondern sie hmmten. Alle waren etwas verwundert, aber das Hmmen war nicht so lästig wie das Zählen. Es war sogar eigentlich schön.

Das Merkwürdige war, die Noten veränderten gemeinsam wie auf Kommando ihr Hmmen. Mal hmmten sie wie ein großer, starker Bär brummt, dann hmmten sie wie eine kleine, fiese Stechmücke summt. Und die Noten sammelten sich und zogen, man will es nicht glauben, sie zogen zum Baum 7 und sie kletterten in die 6. Etage zu Aeronautusluftikusmusikus empor.

Aeronautusluftikusmusikus war aber so in seinen Gedanken versunken, dass er gar nicht bemerkte, was geschah. Und als er aus seiner tiefen Gedankenwelt auftauchte und ein leichtes, sanftes Hm von sich gab, war er so verblüfft, dass die Noten genauso hmmten wie er, dass er sich nicht mal mehr über sie erschrak. Er hmmte anders und die Noten stimmten ihr Hmmen auf Aeronautusluftikusmusikus ein. Aeronautusluftikusmusikus probierte einige Hmms aus dem reichhaltigen Schatz seiner Hmms aus, und musste feststellen, dass die Noten all seine Hmms ganz genau nachmachten. Da machte Aeronautusluftikusmusikus „Hmm“ und fragte sich, was dies alles denn bedeuten solle. Und er hmmte wieder und noch mal und noch mal.

Dabei stellte er fest, dass die Bäuche der Noten -je nachdem ob er bärig oder fiesstechmückisch hmmte – langsam oder schnell wackelten.

Ihr könnt das selbst ausprobieren. Hmmt mal fiesstechmückisch und dann bärig. Dabei legt ihr die Hand auf euren Kehlkopf. Bei dem fiesstechmückisch Hmmen vibriert euer Kehlkopf doch schneller als beim bärigen.

Als Urvater einer Luftschifferdynastie fühlte Aeronautusluftikusmusikus schon immer die Idee des Fliegens in sich und deswegen hatte er eine große Sammlung von Vogelflügel. Ein Geistesblitz erleuchtete ihn, er nahm diese Flügel, befestigte sie an den Schultern der Noten und dann hmmte er ausgiebig und sehr lange. Und siehe da, die Noten hoben ab und flogen.

Aeronautusluftikusmusikus konnte die Flughöhe der Noten durch sein Hmmen bestimmen. Bäriges Hmmen war Tiefflug, fiesstechmückisches Hmmen trug die Noten über die Wolken hinaus. Aber das Allerschönste war, die Noten sahen glücklich aus. Nichts sah man von ihrem Ingrimm, dass die Menschen immer noch keine Tomaten gezüchtet hatten und die Pizza immer noch in weiter Ferne war.

Da wusste Aeronautusluftikusmusikus, was zu tun war. Er band die Noten an seinen Einbaum und hmmte sich zur 6. Etage des Baums 7 im Löwenmaultal hoch. Es war gelungen, er musste nicht mehr klettern.

Doch auch die anderen Menschen bekamen die Zähmung der Noten mit und auch sie kletterten nicht gerne. So machten sie es Aeronautusluftikusmusikus nach. Und alle hmmten, heute würden wir, wie schon gesagt, singen sagen und hoben sich in die unendlichen Weiten des Himmels empor.

Und das Hmmen, welches den Einbaum zur 6. Etage zu Aeronautusluftikusmusikus Wohnung empor hob, wurde nach dem Anfangsbuchstaben von Aeronautusluftikusmusikus „A“ genannt.

Eigentlich war die Welt jetzt wunderschön, die Menschen hmmten, die Noten hatten die Pizzen vergessen, bis eines Tages die Italiener die Pizza erfanden.

Da herrschte Tumult in Italien, weil die Noten sich an die alten Träume, Sagen, Legenden und Versprechungen erinnerten und noch einmal ihre alten Forderungen nach Pizza stellten. Aber die Italiener wollten nichts, genauso wie Du, von ihren Pizzen abgeben und so sangen sie voller Leibeskraft. So wurde Italien das Land des Gesanges und der Musik. Doch die Geschichte vom großen Pizzakrieg soll an einer anderen Stelle erzählt werden.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 13. Oktober 2006 um 08:52 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Kinder, Lernen, Musiktheorie abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .