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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Wechselschlagspurts mit „dedilio“ üben

Mir ist vor kurzem „Finger-Fitness für Gitarristen“ von Fabian Payer in die Hand gefallen. Fabian Payer erläutert eine ähnliche Methode wie Scott Tennant in „Pumping Nylon“ (gibt es anscheinend momentan nur auf Englisch) um den Wechselschlag flott zu machen. Kurze Sprints. Wie das geht, muss ich hier nicht ausbreiten. Die beiden Bücher lohnen sich zum Kaufen.

Da Fabian Payer sehr ausführliche Erklärungen zu den Übungen schreibt, habe ich mir gedacht: „Schade! Warum schreibt er nicht, dass man diese Sprint auch mit „dedilio“ üben sollte. Das ist sehr gesund.“ Bis mir einfiel, dass dies eine meiner wenigen Ideen ist, die auf meinem eigenen Mist gewachsen sind.

Um zu verstehen, wie man solche Spurtübungen mit dedilio übt, kann man sich ein Arbeitsblatt herunterladen, mit dem ich versuche, meinen Schülern eine anständige Gegenbewegung durch den Einsatz von „dedilio“ zu vermitteln. Auf die selbe Art und Weise kann man die Sprintübungen von Fabian Payer und Scott Tennant üben.

Bevor ich groß erkläre, warum das gesund sein soll, verweise ich lieber auf eine Internetseite von Detlef Hasselmeyer. Der hat sich sehr ausführliche Gedanken zu dem Thema gemacht.

Es kann sein, dass die Artikel von Detlef Hasselmayer sehr große Erwartungen wecken, die muss ich dämpfen. Das man das locker schaffbare Tempo der Repetition eines einzelnen Fingers mit Zwei multipliziert um das mögliche Endtempo beim Wechselschlag zu berechnen halte ich aus mehreren Gründen für eine Milchmädchenrechnung.

  • Der Wechselschlag ist keine natürliche Bewegung im Gegensatz zur Fingerrepetition.
  • Hasselsmayer Idee impliziert eine mechanische Unabhängigkeit der Finger, die so durch Anatomie und Bewegungskopplung nicht gegeben ist. Siehe den Ärger, den der Sehnenverbund meist für den Ringfinger verursacht.
  • Es gibt eine Art Wirklichkeitstest für Hasselsmayers Thesen. Die Übungen, die er nennt, sind mir alle nicht neu. Ich und meine Kommilitonen haben die ganzen Sachen gemacht. Trotzdem gab es die Flinkfinger und die Slowhands.
  • Hasselmayer überprüft nicht, ob es nicht noch andere limitierende Faktoren gibt. Weil das ganze logisch klingt, heißt es noch lange nicht, dass es das einzige zu bewältigende Problem sein könnte.
  • Seine Statistik, wie viele wie schnell spielen können, erinnert mich stark an die Normalverteilung von biologischen Merkmalen. Soll heißen, das genetische Lotto scheint ein gewaltiges Wort mitzusprechen zu haben.

Aber die Artikel sind sehr lesenswert.

Es gibt aber noch eine Zusatzerklärung von mir, warum die Sache mit dem dedilio was bringt. Die Strecker der Finger sind deutlich schwächer als deren Beuger. Durch das dedilio bekommen die Strecker Trainingsreize die das Ungleichgewicht mindern, indem die konditionellen Faktoren der Strecker gesteigert werden. Kraft, Schnelligkeit und Koordination bei Geschwindigkeit.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 28. Dezember 2007 um 08:57 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Übematerial, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .