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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Visuelle Geometrie der Nagelformung – Teil 2

Blickpunktwanderungen

Wie schon geschrieben, FreeCad – ein 3D-Konstruktionsprogramm – zeigt, wie der Gegenstand für einen Beobachter aussähe, der senkrecht auf den Mittelpunkt des Bildes blickt. In der Logik des Programms heißt das die Kameraperspektive.

Schauen wir uns das genauer an.

Die Kreuzung der grünen und roten Linie ist der Bildmittelpunkt. Diese Linien sind durch zwei Ebenen entstanden, die senkrecht aufeinander stehen.

Jetzt blende ich den Nagel ein.

Und jetzt drehe ich die Ebenen und Nagel in die Ausgangsposition. Los geht’s.

Als Erstes schiebe ich den Nagel 2mm nach rechts von der senkrechten Blickebene.

Die senkrechte Kante wird konkav. Ich schiebe den Nagel 1mm nach oben.

Die Kante bleibt konkav. Jetzt geht es 2mm abwärts. Also 1mm unter die waagrechte Blickebene.

Auch konkav. Nach unten hin nimmt die Krümmung ab.

Dann probieren wir das links durch.

Wiederum um 1mm nach oben bzw. unten verschoben.

Hier ist die senkrechte Kante immer konvex.

Nachdem ich den Nagel hin und her geschoben habe, gehe ich in die Ausgangsposition zurück und drehe den Nagel um den unteren Punkt der senkrechten Kante.

Zum besseren Verständnis ein Bild von oben.

Ich drehe den Nagel 20 Grad nach links.

Dazu gebe ich noch einmal 20 Grad.

Natürlich folgt jetzt das Gleiche nach rechts gewendet.

20 Grad.

40 Grad.

Bei den 40 Grad musste ich vergrößern, damit man noch den Hubel von der waagrechten Kannte sieht. Deswegen fehlt auch das Kreuz.

Man sieht, die Krümmung der Kanten hängt davon ab, auf was für einer Seite der Bildebene sich die Kante befindet, bzw. wie der Nagel zu diesen gedreht wird.

(Jemand mit gutem räumlichen Vorstellungsvermögen wird bemerken, dass das nicht ganz stimmt. Aber es stimmt zugunsten einer guten Nagelform nicht. Es ist quasi eine Art Sicherheitsreserve. Soll heißen ich kann ein wenig gegen das Gesetz verstoßen, ohne dass die Nagelkante gleich konkav wird. Deswegen gehe ich nicht darauf ein, weil es das Verständnis komplizierter macht.)

Also eine Art Gesetzmäßigkeit. Die ist aber gar nicht so interessant für uns. Sondern eine Frage, die sich uns stellt, wenn wir weiterdenken.

Wir haben ein und dasselbe Feilergebnis zu einer Blickachse hin und her bewegt. Gibt es vielleicht eine Gesetzmäßigkeit über den Zusammenhang Kantenbiegung und die Ausrichtung der Feile zur Blickachse?

Dazu mehr im nächsten Artikel.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 11. Februar 2022 um 08:55 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Fingernaegel, Gitarrentechnik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .