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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Erste Erfahrung mit UV-Gelverstärkung – Teil 3

Wie spielt es sich mit diesen UV-Gelverstärkungen.

Zu erst ein technischer Aspekt. Der Übergang Naturnagelkante und Gel bilden eine wunderbare Einheit, die auch lange standhält.

Bei Reparaturmethoden mit Nagelkleber, kann man die Kante des Übergangs ab und zu sehen und leider auch hie und da spüren.

Bei dem Orly Nail Repair Powder sehe ich die Kante nicht und spüre sie vorerst nicht. Aber ab und zu wird das Orly Nail Repair Powder minimal vom Naturnagel abgelöst. Dadurch entsteht das Problem des Schabens.

Jetzt muss man wissen, diese UV-Gels sind im ausgehärteten Zustand unterschiedlich hart. Ich habe ein normales Gel und ein Glasfibergel. Die Glasfibergels werden damit beworben, dass die damit gemachten Nägel für Lagerarbeiterinnen geeignet sind und kaum abbrechen. Da wird ein Gitarrist hellhörig.

Ich habe im ersten Teil geschrieben, die UV-Gels halten länger. Das gilt auch für das Problem, wenn sich das Material im Bereich der Nagelkante ablöst. Das Glasfibergel erweist sich aber in dieser Frage robuster als mein normales Gel.

Merkt man diese Härteunterschiede? Definitiv. Ich kann meinen Naturnagel in alle Richtungen biegen. Trage ich das normale Gel auf nimmt diese Flexibilität ab, aber ist vorhanden. Bei dem Glasfibergel ist der Nagel knackhart. Es ist eigentlich kaum noch Flexibilität vorhanden.

Und damit hatte ich ein Problem.

Die Frage ist ja, muss man wegen solch einer Verstärkung die Nagelform verändern. Mit den Methoden, mit denen ich bisher gearbeitet habe, musste ich das nicht, weil sie die Flexibilität meiner Nägel kaum tangieren.

Jetzt musste ich feststellen, je härter der Nagel durch die Verstärkung wird, desto mehr wurden auch die Probleme meiner Nägel verstärkt, bzw. ich bekam Probleme, wo ich bisher keine hatte.

Bei meinem Daumen-, Mittelfinger- und Ringfingernagel hatte ich eigentlich keine großen Probleme eine geeignete Form zu finden. Mit der Gelverstärkung, insbesondere mit der Glasfiberverstärkung musste ich meine Finger teilweise über die Saite „prügeln“.

Die Findung der Form meines Zeigefingernagels war eine endlose Geschichte. Ich glaube es ist auch eher so, ich habe gelernt mit der Form des Nagels umzugehen. Kaum hatte ich das Glasfibergel auf den Nagel, kam ich mit meinem i-Finger nicht mehr über die Saite. Ich bin schlichtweg hängen geblieben.

Das Fazit scheint zu sein, wer mit solchen Gels arbeitet will, kann das Problem bekommen, dass sich die Konsistenz des Nagels so verändert, sodass die Nagelform geändert werden muss.

Deswegen auch wieder die gleiche Aussage wie letzte Woche. Bei einer sporadischen Anwendung der Gels können Probleme auftreten, die man sich mit anderen Methoden der Verstärkung vermeiden kann. Also eine Kosten-Nutzen-Analyse ist von Nöten.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 5. April 2019 um 08:11 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Fingernaegel, Gitarre lernen, Gitarrentechnik, Gitarrenunterricht, Krimskrams abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .