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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Ihre Arbeitsbrille ist nicht mehr möglich

Ich wollte meine Arbeitsbrille erneuern lassen und der Optiker vermittelte mir, dass die Brille, mit der ich glücklich gewesen war, technisch nicht mehr machbar sei. Ich wollte meine Arbeitsbrille erneuern lassen und der Optiker vermittelte mir, dass die Brille, mit der ich glücklich gewesen war, technisch nicht mehr machbar sei.

Da ich in meinen zwei Artikel zu Brillen im Unterricht mir durchgelesen und festgestellt habe, dass ich eigentlich niemals meine Lösung, mit der ich dann endlich zufrieden war, genau beschrieben habe, muss ich etwas weiter ausholen.

Die Lösung war eine Bifokalbrille mit einem sehr breiten Nahfeld.

Was sind Bifokalbrillen? Bifokalbrillen sind eigentlich, soweit ich das jetzt verstanden habe, die Vorläufer der Gleitsichtbrillen. Man hatte einen Nahbereich, also den für die Alterssichtigkeit, und einen Fernbereich.

Warum war ich mit dieser Brille glücklich beim Unterrichten? Das Sichtfeld war massiv besser als bei einer Gleitsichtbrille. Ich konnte problemlos ein DIN-A4-Blatt in der Breite übersehen, bei einer Gleitsichtbrille sah ich vielleicht nur ein Viertel des Notenblatts scharf.

Aber diese Brille musste ersetzt werden, weil sich die Sehstärke verändert hat, und dann habe ich diese Brille auch noch zu guter Letzt verloren.

Also war die Idee: Ich gehe zu dem Optiker, der mir diese Brille angefertigt hat, wir stellen die neuen Sehwerte fest und dann machen wir wieder die Lösung mit der Bifokalbrille.

Ich schrieb den Optiker an, wies darauf hin, dass ich wieder eine Bifokalbrille haben wolle und es wäre nett, wenn der Mitarbeiter von damals mich wieder beraten würde. Leider war dieser Mitarbeiter mittlerweile im Ruhestand.

Im Verlauf des Verkaufsgesprächs stellte sich heraus, dass es angeblich solche Bifokalbrillen mit meinem sehr breiten Nahfeld nicht mehr gäbe, und wenn es einen Hersteller für solche Gläser gäbe, dann wären diese extrem teuer. Ich solle doch eine Office-Brille nehmen, höchste Qualitätsstufe, dann wäre das Gesichtsfeld auch sehr breit, aber man könne mir nicht garantieren, ob ich mit dem Ergebnis genauso zufrieden sei wie mit der Bifokalbrille. Aber mir würde nichts anderes übrig bleiben.

Kostenpunkt pro Glas 539 Euro. Also insgesamt für die Gläser 1078 Euro. Das war mehr als ich vor fünf JAhren für Arbeitsbrille und Alltagsbrille zusammengezahlt habe.

Zu Hause überlegte ich mir: Das kann eigentlich nicht sein, weil Brillengläser sind nackte Physik, warum soll das plötzlich so teuer sein, jetzt fünf Jahre später, solche Gläser aufzutreiben. Ich teilte dem Optiker mit, dass ich seine Brillen nicht haben wollen würde und kam glücklicherweise auch noch aus dem Vertrag raus.

Daraufhin stellte ich im forum.optiker.de eine Frage nach Firmen, die Bifokalgläser mit sehr breitem Nahteil noch anbieten würden und schrieb in Frankfurt einige Optiker an, bei denen ich den Eindruck hatte, sie würden so etwas anfertigen.

Das Ergebnis war, dass ich sechs Firmen gefunden hatte, die solche Gläser herstellten, und dass ich ungefähr zehn Optiker hatte, die auf meine Anfragen reagierten, die solche Brillen anbieten. Dabei waren Filialen von Fielmann und Apollo.

Wie sieht es jetzt mit dem Preis aus? Erstaunlich. Es fing bei 110 Euro für ein Brillenglas an und endete bei 400 Euro. Also billiger bis massiv billiger verglichen zu den 539 Euro pro Glas.

Was kann man vielleicht aus dieser Geschichte lernen, wenn man solch ein ähnliches Erlebnis hat, dass man eine Brille für seine musikalische Arbeit gefunden hat, mit der man glücklich und zufrieden ist, und einem der Optiker plötzlich erzählt, diese Brille wäre technisch nicht mehr möglich?

Erste Sache: Der Brillenpass der Brille hat extrem weitergeholfen, weil auf diesem Brillenpass standen nämlich technische Angaben, mit denen ich dann bei den Firmen anfragen konnte, ob es so was gäbe oder bei anderen Optikern. Letztendlich glaube ich, man muss die Angaben nicht mal verstehen, sondern man schickt halt den Brillenpass den Stellen, die man fragt, und die können damit dann schon etwas anfangen. Aber vielleicht sollte man den Optiker bitten, dass er, falls man Umziehen müsse, die entscheidenden Daten aufzuschreiben.

Der Optiker, der jetzt meine Brille anfertigt, musste aber viele Messarbeiten machen, die eigentlich schon erledigt waren.. Also wir mussten wieder feststellen, wo die Trennkante hinkommt, welche Schärfebereiche wir wählen. Die Schärfebereiche stehen zwar eigentlich auch im Brillenpass, aber die Trennkante steht nicht im Brillenpass. Vielleicht sollte man versuchen, beim Kauf solch einer Brille solche Daten auch zu bekommen.

Weil ich habe jetzt bei dieser Brille das Problem: Wenn die Trennkante nicht stimmt, muss man halt noch einen zweiten Versuch starten. Das ist lästig, Ressourcen verschwendend, Zeit und Nerven raubend.

Der nächste Anlaufspunkt ist forum.optiker.de, weil dort hat man mir ziemlich gut weitergeholfen mit Firmennamen. Man hat mir auch technische Dinge meines Brillenpasses erklärt und somit war ich dann fähig, einen geeigneten Optiker zu finden.

Man kann sich die Frage stellen: Hatte ich jetzt Pech und bin auf einen charakterlich fragwürdigen Optiker gestoßen, oder steckt anderes hinter der Geschichte?

Mir persönlich scheint, es könnte sein, dass Optiker allmählich mehr unter wirtschaftlichem Druck stehen als bisher. Wie komme ich darauf?

Ich habe mehrere Optiker angeschrieben, ob sie mir solch eine Brille anfertigen würden, und wandte mich dann an den Optiker, wo ich den Eindruck hatte, dort würde ich das beste Angebot bekommen. Die Optiker, bei denen ich mich dann nicht mehr rückmeldete, hakten erstaunlicherweise einige davon ungefähr eine Woche später nach.

So etwas ist mir bisher, wenn ich irgendwelche Anfragen an Händler stellte, noch nie passiert.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 20. Februar 2026 um 08:44 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Eingeschoben, Krimskrams, praktisch abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .