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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Honoson-Feilen

Erst mal möchte ich einige einschränkende Bemerkungen zu den Honoson-Feilen machen.

Eigentlich ist es bei solchen Lösungen ja interessant, wenn man sie für interessant hält, ob man sie auf lange Sicht kaufen kann beziehungsweise, ob es Alternativen gibt.

Ich habe nach Alternativen Ausschau gehalten, aber leider nichts Vergleichbares gefunden.

Die weitere Frage ist, ob Honoson so etwas weiter anbieten wird. Wenn man in Betracht zieht, dass das ein asiatisches Unternehmen ist, was dem Anschein nach mit Haushaltsartikeln sein Geld verdient, dann könnte es sein, dass ich einen Glückstreffer getroffen habe und es in ein paar Monaten oder Wochen diese Schleiffeilen nicht mehr gibt.

Aufmerksam bin ich auf diese Schleiffeilen geworden, als ich auf Amazon Nachschub für meine Micromeshpolierleinen gesucht habe.

Vielleicht erinnert sich mancher an den Artikel, in dem ich den Burren-Nationalpark in Irland erwähne und stillschweigend die Theorie aufstelle: Je feiner die Abstufung, der Feilen und Poliermittel zueinander, desto besser die Politur. Und deswegen fallen diese Schleifstäbe auf, weil die Abstufung der Polierfeilen feiner ist als die von den Micromeshpolierleinen.

Also habe ich einfach eine Packung bestellt und ausprobiert.

Der Eindruck ist zwiespältig, aber eigentlich ein sehr positiver.

Ich fange erst mit den negativen Sachen an.

Man kann wegen der Breite der Feilen nur einen Teil der Feilen nutzen. Persönlich sehe ich keine Möglichkeit, diese Feilen zurechtzuschneiden. Vielleicht kann man sie sich zurechtsägen, aber dann müsste man sich entweder eine Sägevorrichtung kaufen, basteln. Außer man hat entsprechendes in seiner Werkstatt.

Der andere Punkt: Ich habe den Verdacht, dass diese Feilen nicht sehr hochwertig beschichtet sind. Denn mein Nagel gleitet über bestimmte Feilen sehr unwillig, obwohl bei einer geringeren Körnung der Nagel sehr gut flutscht. Also es gibt keinen Zusammenhang zwischen Körnung und wie gut gleitet der Nagel. Bei Micromesh ist es eigentlich so: Je höher die Körnung, desto besser gleitet der Nagel. Oder der Nagel gleitet unterschiedlich gut auf einer Feile.

Jetzt zum Ergebnis. Kann man auf Micromesh verzichten?

Nein. Ich poliere genauso wie bei meiner Glasfeile mit dem 6.000er, 8.000er und 12.000er Polierleinen nach.

Ist das Ergebnis besser oder schlechter als mit meinen Glasfeilen?

Dies ist der Punkt, wo es anfängt interessant zu werden.

Ich stellte zuerst fest, dass der Klang etwas Dunkler wurde. Wärmer.

Ich fand das persönlich sehr angenehm und habe daraufhin einen Teil meiner Nägel mit den Feilen bearbeitet und einen Nagel mit der Glasfeile.

Daraus lernte ich: Es könnte sein, dass ich mit meiner Glasfeile anders umgehen muss. Mit höherem Druck formen und dann mit minimalem oder gar keinem Druck die Nägel mit der Glasfeile “vorpolieren”. Wobei vermutlich polieren das falsche Wort ist.

Aber ich vermute, dass bei diesen Honosonfeilen aufgrund ihrer Konsistenz die Kanten der Nagelkante gerundet wird. Man kann die Feilen minimal mit den Nägeln eindrücken. Dies ist bei den Glasfeilen nicht möglich, deswegen könnten bei den Glasfeilen Kanten entstehen. Wenn man aber dann den Nagel leicht über die Feile hin und her bewegt – und die Feile dabei auch hin und her bewegt – entstehen auch Rundungen.

Persönlich würde ich sagen: Es gibt vom Endergebnis her gesehen keinen Qualitätsunterschied zwischen Glasfeile und diesen Honosonpolierfeilen. Man sitzt mit diesem Polierfeilen länger da.

Statt vier Polierschritten habe ich 20 Polierschritte. Das hört sich extremer an als es ist. Weil ich bei einem Polierschritt mit dem Poliermaterial weniger oft über die Nagelkante gehe.

Für wen könnte ich mir solche Schleiffeilen als interessant vorstellen?

Ich habe mich schon immer gefragt, was jemand macht, der extrem harte und dicke Fingernägel hat und der meine Glasfeilen benutzen will. Um seine Nägel zu formen, muss er sehr viel Druck draufgeben. Wenn er jetzt das machen will, was ich jetzt als notwendig herausgefunden habe – also die Nagelkante verrunden – könnte es sein, dass er mit dem Druck, den ich verwende bei seinen harten oder dicken Nägeln nichts erreicht. Also, die Frage ist, ob so jemand den Druck verlässlich erzeugen kann, der nötig ist, um die Nagelkante zu verrunden. Für so jemanden könnten solche Polierfeilen unter Umständen interessant sein.

Ich für meinen Teil werde noch jetzt eine Zeit lang einen Teil meiner Nägel mit diesen Schleifstäbchen bearbeiten und einen anderen Teil, wie gehabt, mit Glasfeile und Micromesh.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 13. Februar 2026 um 08:24 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Fingernaegel, Gitarrentechnik, Krimskrams abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .