Neues aus der 3D-Druckerei
Ich habe ja in dem Artikel geschrieben, dass ich mit meiner Schneidevorrichtung für die Micro-Mesh-Polierleinen ein halbwegs zufriedenstellendes Ergebnis bekomme, wenn ich die Micro-Mesh-Pads schneide. Bei dieser Schneidevorrichtung ist es aber so, dass ich einfach die Klinge in den Schneidkanal einführe und dann die Klinge durch das Pad ziehe. Es ist aber nicht möglich, einen Schnitt zu machen, den man in der Küche als Zugschnitt bezeichnet. Also habe ich eine neue Schneidevorrichtung entworfen, mit der ein Zugschnitt möglich ist. Das Ergebnis ist, dass die Schnittflächen besser sind, aber die Schnittqualität hängt auch von der Qualität bzw. Abgenutztheit der Cutterklinge ab. Aber es sieht nicht richtig gut aus. Hier einige Screenshots der Schneidevorrichtung.

So richtig glücklich bin ich mit dieser Schneidevorrichtung aber noch nicht. Dies hat aber weniger mit der Qualität des Ergebnisses etwas zu tun, sondern mit dem Kanal, den ich für die Klinge konstruiert habe. Dieser sollte eigentlich durchgängig 0,7 mm dick sein, aber durch den Verzug, der leider beim 3D-Drucken eintreten kann, ist der Schneidekanal oben, wo ich die Klinge einführe, eigentlich geschlossen. Das ist immer wieder eine sehr unerfreuliche Frickelei, deswegen lasse ich mir jetzt noch einen zweiten, eine zweite Schneidevorrichtung drucken, die ich so konstruiert habe, sodass ich hoffe, dann ohne Frickelei die Klinge einführen zu können.

Kostenpunkt für die Schneidvorrichtung bei einer chinesischen Onlinedruckerei 2 Euro. In deutschen Onlinedruckereien hätte ich ca. 10 Euro zahlen müssen.
In diesem Artikel habe ich berichtet, dass ich es vielleicht sinnvoll sein könnte gebogene Feilen zu haben. Da ich in letzter Zeit es zwei oder dreimal versucht habe meine Nagelkante durch eine meiner gerundeten Feilen zu formen, aber die Rundung der Feile sich als nicht geeignet erwies, kam ich auf die Idee, ich könnte geeignetere Formen mit 3D-Druck drucken lassen. Die Idee war simpel. Ich lasse mir ein gebogenes Stück Plastik drucken und klebt dann Schleifpapier auf. Ich habe mir verschiedene Biegungen konstruiert. Dabei habe ich nicht versucht, die Form meiner Fingernägel nachzugestalten, sondern ich habe mit variierenden Biegeradien gearbeitet. An den Feilengrundkörpern habe ich noch Skalen angebracht, sodass man sich auf Dauer die geeigneten Stellen für die entsprechenden Nägel merken kann.
Prinzipiell funktioniert das Formen der Fingernägel damit, aber es bringt mir nichts für das Gitarrenspiel. Jeder Grundkörper hat mich in der chinesischen 3D-Druckerei ca. 50 Cent gekostet. In Deutschland fand ich Angebote von drei bis vier Euro.
Der Beitrag wurde am Freitag, den 22. Mai 2026 um 13:16 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Fingernaegel abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .

