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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Repräsentationsmeditationen – 5

Am Anfang dieser „Meditationen“ habe ich die Frage in den Raum gestellt, warum höre ich in meinem Kopf keine Dissonanz, wenn ich falsch spiele, sondern merke nur, dass es falsch ist.

Es gibt allem Anschein nach bewusste und unterbewusste Repräsentationen. Diese Repräsentationen verbessern sich durch das Lösen von Aufgaben, in unserem Fall das Üben.

Wir Musiker kennen zwei Formen ein Stück auswendig zu können. Die eine, die Finger laufen ohne dass ich mir das Stück im Kopf vorstellen kann. Die zweite, ich kann mir willentlich das Stück im Kopf vorstellen.

Was für Formen der willentlichen Repräsentation gibt es. Meiner Erfahrung nach würde ich diese Liste aufstellen. All die Begriffe sind von mir neu geschaffene Begriffe.

  • Die unbedingte Repräsentation: Ich kann die Repräsentation ohne Hilfsmittel in der gewünschten Form in meinem Kopf bewusst wach rufen.
  • Die assoziative Repräsentation: Ich brauche einen Reiz, um die Repräsentation auszulösen. Zum Beispiel das Spielen des ersten Tones einer Passage macht es möglich den Rest der Passage sich vorzustellen.
  • Die konstuierte Repräsentation: Anhand von Wissen und kognitiven Fähigkeiten wird eine Repräsentation konstuiert. Zum Beispiel ich kann mir den Klang eines Akkordes nicht vorstellen. Erst nachdem ich mir klar mache, dass dieser Akkord die Subdominante darstellt, kann ich aus meiner Klangerfahrung den Klang des Akkordes konstruieren.

Beim Üben ist dann noch der Vergleich zwischen der bewußten Repräsentation und der Wirklichkeit wichtig. Falls die Entscheidung fällt, die Repräsentation ist der Wirklichkeit anzupassen, stellt sich die Frage, was macht man? Die Meisten spielen die Stelle ein paar Mal, um sich den Sachverhalt einzuprägen. Persönlich würde ich die Latte höher legen. Ziel wäre, sich an das so eben Gespielte im Kopf bewusst zu erinnern, also auch eine Form der Vorstellung.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 3. Juni 2011 um 08:01 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarre lernen, Gitarrenunterricht, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .