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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Repräsentationsmeditationen – 4

Ein Gedankenexperiment. Wir haben drei identische Menschen. Klone. Auch ihre Lebensgeschichte ist geklont.

Nun wir bringen dem ersten Mensch bei, wenn Du dir unsicher bist, ob Du richtig spielst, dann kontrolliere, ob Du die Noten richtig greifst.

Dem zweiten Menschen bringen wir bei, Intervalle und Akkorde hörend zu erkennen. Bei Zweifeln an der Richtigkeit seines Spiels soll er sein Gespieltes mit diesem Handwerkszeug überprüfen.

Dem dritten bringen wir zusätzlich noch Harmonielehre und Kontrapunkt bei und fordern ihn auf, zu überprüfen, wo er diese Inhalte erkennt und zu testen, ob solche Mechanismen sich hörend wiedererkennen lassen, ohne dass er weiß, was auf dem Papier steht.

Alle drei müssen die gleichen Stücke üben. Der Rest ihres Lebens bleibt bei diesen Menschen identisch. Nach einiger Zeit dürfen wir erleben, was in ihren Köpfen vorgeht, wenn diese den Notentext eines ihnen unbekannten Stückes sehen.

Die Frage lautet, wer hat die präzisere motorische Repräsentation, wer die bessere auditvere? Wem hört man lieber zu?

Also wie bekommt man das mit den Repräsentationen in den Griff? Wie bestimmt man seine Repräsentationen?

Einfach indem man sich die Dinge bewußt vorstellt, bevor man handelt.

Vorschläge:

  • Stelle dir vor jedem Anschlag das Griffbild vor.
  • Höre vor jedem Anschlag in dich hinein, ob Du den nächsten Ton schon hörst, spiele erst dann.
  • Höre vor jedem Ansschlag in dich hinein und überprüfe, ob deine Vorstellung so gut ist, dass Du die Töne singend von deiner Vorstellung abnehmen kannst. Spiele erst dann.
  • Analysiere die musiktheoretische Beziehung zwischen den so eben gespielten Anschlag und dem nächsten Anschlag. Singe auf Grund dieser Erkenntnisse die Töne des nächsten Anschlages. Also höre nicht in die hinein, ob Du dann den Gitarrenklang hörst.

Arbeite eine Passage fünfmal auf einem der vorgeschlagenen Wege durch. Spiele sie danach und beobachte, wie sich das Spielen für dich ändert.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 27. Mai 2011 um 08:59 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarrenunterricht, Übematerial abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .