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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Gitarre lernen ohne Lehrer? – Teil 1

Auf Grund dieser Frage leiten verschiedene Suchmaschinen immer mal wieder Menschen auf meiner Webseite. Weil ich diese Frage mal wieder in der Statistik meines Servers sah, dachte ich mir, ich gebe auch mal meinen Senf dazu.

Vorab ich habe selbst als Autodidakt Gitarrespielen angefangen. Ob das schädlich für mich war oder förderlich, vermag ich nicht zu sagen.

Jedem der die Frage stellt, ob man ein Instrument ohne Lehrer lernen kann, ist klar, dass dieser Weg die Möglichkeit des Scheiterns inne liegt und möchte die Wahrscheinlichkeit erfahren.

Ich habe versucht Zahlen zu diesem Thema zu finden und habe keine gefunden. So kann ich nur aus meiner Erfahrung berichten. Ich habe immer wieder Anfragen nach Unterricht von Menschen, die angefangen haben, sich Gitarre selbst beizubringen.

Ich würde sagen:

  • Ca. 80 Prozent sind gescheitert und sind nicht in der Lage ein annähernd sinnvoll musikalisches Ergebnis zu produzieren
  • Der andere Teil liefert ein musikalisch sinnvolles Ergebnis, was nicht unbedingt ein Hochgenuss sein muss. Alle haben das Gefühl in eine Sackgasse geraten zu sein und sie erhoffen sich durch mich einen Weg aus dieser Sackgasse heraus.
  • Bisher hatte ich nur einen Autodidakten vor mir sitzen, bei dem ich dachte, so wie das funktioniert, muss der eine Ausbildung genossen haben.

Dass diese Zahlen nicht repräsentativ sein können, ist klar. Aber mir sind zwischen der ersten Gruppe und zweiten Gruppe gravierende Unterschiede aufgefallen.  Es geht um Überdurchschnittlichkeit.

Dazu eine Geschichte. Als ich in meiner Lehrerlaufbahn zum ersten Mal nach Akkorden gefragt wurde, erklärte ich der Schülerin den Griffwechsel von E nach am und wunderte mich sehr, dass sie diesen in der nächsten Woche nicht konnte. Als sie mir erzählte, sie hätte diesen Wechsel 5 Minuten am Tag geübt, war klar wo das Problem lag. Aus irgendeinem Grund schlief das Thema Akkorde ein.

Eines Tages kam ich in den Unterrichtsraum und die Schülerin spielte ziemlich souverän einige Akkordwechsel. Auf Nachfrage wurden mir vier selbst komponierte Stücke vorgetragen. Und dann kamen die Zahlen, wie lange sie momentan deswegen an der Gitarre säße. Es handelte sich um mehrere Stunden am Tag.

Dies erinnerte mich an meine Autodidaktenzeiten. Diese erlebte ich als Internatsschüler. Deswegen bekam ich auch mit, wer es probierte, scheiterte oder auf die Reihe brachte.

Letztendlich wir zwei Chaoten, die wegen ihres stundenlangen Geschrammels und Gesanges auch mal einen Eimer Wasser abbekamen, (es war ein reines Jungeninternat) erreichten etwas. Ich der besonders Fanatische habe später Gitarre studiert.

Also eine überdurchschnittliche Leidenschaft für die Sache kann den fehlenden Lehrer in einem gewissen Maß kompensieren. Aber dies ist nicht die einzige Fähigkeit, die einem hilft, wenn man ohne Lehrer auskommen will.

Weiter geht es hier zum zweiten Teil des Artikels.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 5. Juli 2013 um 08:52 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Allgemein, Gitarre lernen, Gitarrenunterricht abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .