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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Soundfonts, Samples, Softwareinstrumente – Teil 2

Natürlich stöberte ich weiter. Falls jemand auf Grund meines Artikels jetzt fröhlich das Geld für die Vienna Symphonic Library ausgeben will, den würde ich dazu raten, das Demo von VSL auszuprobieren.

Bei den Kritiken bei thomann.de fällt auf, dass es Libraries gibt, bei denen man nicht am Sound schrauben muss, weil diese räumlich aufgenommen worden sind. Andere Libraries sind staubtrocken aufgenommen worden, und man müsse den räumlichen Eindruck via Plugin selber erzeugen. Die VSL gehört zu denen, bei denen man nachhelfen muss.

Ich konnte Miroslav Philarmonik ausführlich ausprobieren. Bei Miroslav Philarmonik sind die Instrumente nicht in der Mitte der Stereomikros aufgenommen worden, sondern standen so zu den Mikros, wie normal auch. Ich fand das sehr angenehm. Das war zum ersten Mal, dass das Zuschalten anderer Instrumente bei mir kein Befremden hervorgerufen hat. Ich musste mich nicht mit dem Balanceregler rumärgern. Ich finde mich in meinem Verdacht bestätigt, dass die Räumlichkeit der Aufnahme der Samples eine entscheidende Rolle in der Frage der Natürlichkeit spielt. De facto ist für mich von der Nutzbarkeit eine sehr einfache Lösung und dürfte für mich, der sich nicht mit der Nachbearbeitung herumschlagen will, die bessere Lösung sein, obwohl objektiv gesehen von der Samplequalität dies die schlechtere ist.

Bei meinem weiteren Rumstöbern habe ich folgende Internetseite gefunden: http://www.try-sound.com

Hier kann man verschiedene Samplelibaries und deren Interfaces ausprobieren. Leider habe ich noch nicht geschafft, meine Sequenzer bzw. mein Notensatzprogramm an den Softwareinstrumenten anzuschließen.

Was ich aber von Bedeutung finde. Ich habe die VSL ausprobiert. Die dort zur Verfügung gestellten Demo-MIDI-Dateien sind in einer Art und Weise (nach)bearbeitet, wie ich es mit meinen Möglichkeiten nicht kann. Die Einstellungen des VSL-Players waren auch von einer Qualität, die einen sehr tiefen Einstieg in die Materie nötig machen. Auf meiner Reise durch die Softwareinstrumentenwelt habe ich mittlerweile gelernt, dass Softwareinstrumente wegen dieser aufwendigen Detailarbeit gut klingen. Macht man sich diese Arbeit nicht, kann das Gefühl entstehen, viel Geld zum Fenster hinausgeworfen zu haben.

Also man sollte sich nicht von den Demosongs beeindrucken lassen, sondern eine Möglichkeit finden, die Sampleplayer mit dem MIDI-Material, das man fähig ist herzustellen, füttern zu können, um zu wissen, wie die Sache bei einem Selbst klingen wird.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 16. Dezember 2011 um 08:25 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gehör, Instrumente, Software, Technik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .