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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Lagenwechseltiming

Ich kontrolliere mich momentan wieder selbst mit Aufnehmen. Dabei ist mir wieder aufgefallen, was mir bei Lagenwechsel oder Griffwechsel schon öfters aufgefallen ist. Man hört ziemlich häufig nur sehr diffus, wann man die Finger abhebt, weil etwas immer weiterklingt. Auf professionellen CDs ist das durch den stärkeren Nachhall des Aufnahmeraumes noch ausgeprägter.

Aus dem Zusammentreffen mehrerer Überlegungen, auf die ich hier nicht genauer eingehen möchte, wandelte ich mein Stück in eine Midi-Datei um, wählte als Klang eine Orgel und griff mit einem MIDI-Editor bei den entsprechenden Stellen ein.

Ich verkürzte die Note vor dem Lagenwechsel. Dabei variierte ich auch die Zeiten pro Stelle. Also es entstanden unterschiedlich lange Pausen.

Der Übergang von Ton zur Pause ist extrem deutlich zu hören. Doch mir fiel eine Sache auf, die ich bemerkenswert finde. Ich singe bei Musik innerlich immer mit. Bei diesen klar hörbaren Pausen schloss ich den Ton mit einem klaren deutlichen „B“ ab. Dies tat ich in einer Art und Weise, wie ich bei realer Musik sehr selten tue. Vielleicht mal bei fetzigen Bläsersätzen aus Jazz und Funk.

Dieses „B“ bekam auch einen Impulscharakter. Also spielte ich betreffende Stellen in einer Endlosschleife ab und spielte mit. Der Impulscharakter des „B“ half wunderbar, rechtzeitig zu lösen und zu landen.

Aber als ich so mitspielte, fiel mir eine Veränderung meines Hörens auf. Bei    Lagenwechsel bin ich sehr darauf fokussiert, den richtigen Zeitpunk des Lösens zu erwischen. Bei dieser Übung legte sich der Fokus darauf, das Klingen des Tones und damit seine Dauer zu erleben. Dieses Mithören übertrug sich auch auf das normale Spielen. Dies empfand ich als ziemliche Erleichterung.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 22. Oktober 2013 um 20:18 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .