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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Noten per Stifteingabe

Ich habe mir mal vor längerer Zeit einen Mixoo ipad Stift gekauft. Eigentlich wollte ich ihn für die Handschriftenerkennung auf meinem Smartphone. Da mein kleiner Rechner als Tablet verwendet werden kann, habe ich auch mal ausprobiert, wie kann man mit diesem Stift Noten eingeben.

Ausprobiert habe ich das mit MuseScore und Capella. Da MuseScore bei der Noteneingabe sehr viel von Sibelius kopiert hat, glaube ich, dass sich sehr viel auf Sibelius übertragen lässt.

Wie war das Ergebnis. Es ging so. Ich habe die Noten überraschen gut getroffen. Aber aus irgendeinem Grund reagierte das Notensatzprogramm sehr unzuverlässig auf den Stift. Mal erscheint eine Note, mal nicht.

Es gab zwei weitere Handicaps.

Wenn die Handkante auf den Touchscreen sich bewegte, erzeugte das sehr unschöne Reaktionen im Notensatzprogramm.

Ich bin ein Tastaturkürzelfanatiker. Im Tabletmodus komme ich nicht an die Tastatur. Mich mit dem Stift durch die Menüs zu wühlen, frisst mir zu viel Zeit.

Aus Asien gibt es momentan günstige Grafiktablets. Ich habe mir ein GAOMON M106K für die Bildbearbeitung besorgt. Damit habe ich auch die Noteneingabe ausprobiert.

Verblüfft musste ich feststellen, dass das Notentreffen sogar etwas schlechter funktionierte als mit dem Mixoo ipad Stift auf einem Touchscreen. Wenn der Stift genügend nahe über den Tablet schwebt, dann wird die Note angezeigt, die gewählt werden würde, wenn man jetzt senkrecht genug auf das Tablet tippen würde.

Bloß das mit dem „senkrecht genug“ klappt nicht so gut.

Gehen wir mal davon aus, Sie wollen ein a‘ mit Stift und Papier zeichnen, dann ist es relativ egal, wo der Stift zwischen den zwei Linien landet. Man kann einen sauberen Kopf zeichnen.

Das Tablet ist da um einiges sensibler. Bei den letzten Millimetern schwankt die Stiftspitze naturgemäß. Lande ich zu nahe an der Linie für das h‘-Strich, dann bekomme ich doch ein h‘ statt dem a‘. Ebenso wenn ich der g-Linie zu nahekomme, dann erhalte ich ein g‘.

Aus irgendeinem Grund ist der Korridor, auf dem die Spitze des Tabletstiftes landen darf, kleiner als bei Papier und Stift. Und deswegen passieren zu viel Fehleingaben.

Man kann dem Effekt entgegenwirken, indem man die Noten auf dem Bildschirm deutlich größer macht. Aber dann springt der Bildschirminhalt bei Noteneingaben und Korrekturen sehr gerne.

Der Vorteil mit einem Grafiktablet ist, der Zugriff auf die Tastatur ist weiterhin möglich. Man kann sich aber auf die Tasten und Softkeys des Tablets Tastaturkommandos legen.

Langer Rede kurzer Sinn, richtig toll finde ich das Arbeiten mit einem Grafiktablet nicht. Aber es soll immer noch Notensatzprogramme geben, die keine Eingabe über die PC-Tastatur erlauben, sondern die Eingabe über die Maus erfordern. Zur Schonung von Bänder und Sehnen ist so ein Grafik Tablet ein Segen.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 15. Dezember 2017 um 08:54 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Elektronik, Gitarrenunterricht, Notensatz, praktisch, Software abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .