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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Warum kein direkt proportionaler Notensatz

Ich erlebe es immer wieder, dass manche meiner Schüler von den Abständen zwischen den Noten irritiert sind.

Warum sind, wenn in jeder Notenzeile z.B. vier Takte sind, die Taktstriche nicht sauber untereinander. Um dies zu verdeutlichen, habe ich dieses Beispiel in ein Notensatzprogramm eingegeben.

Aber ich habe auch Schüler, die merken, dass die Länge der Abstände zwischen den Noten nicht direkt proportional zu ihren zeitlichen Dauern ist. Einen Schüler – Doktor der Physik – stört das so, sodass er die Noten sich neu auf ein Karoblatt schreibt.

Einer Grundschülerin ist neulich das Problem mit den Taktstrichen aufgefallen. Ich habe versucht ihr zu erklären, wie Notenabstände gewählt werden.

Grundsätzlich ist wichtig, im traditionellen Notensatz, der ein Notenstechen war, liegt der Notenverteilung ein Raster zugrunde. Spontan würde man z.B annehmen:

  • Eine Sechzehntel erhält zwei Rasterkästchen
  • Eine Achtel erhält vier Rasterkästchen
  • Eine Viertel erhält acht Rasterkästchen
  • Eine Halbe erhält sechzehn Rasterkästchen

Bloß dem ist nicht so. Elain Gould verdeutlicht in ihrem Buch „Hals über Kopf“ das Prinzip der Abstandswahl mit folgenden Zahlen.

  • Eine Sechzehntel erhält zwei Rasterkästchen
  • Eine Achtel erhält zweieinhalb Rasterkästchen
  • Eine punktierte Achtel erhält drei Rasterkästchen
  • Eine Viertel erhält dreieinhalb Rasterkästchen
  • Eine punktierte Viertel erhält vier Rasterkästchen
  • Eine Halbe erhält fünf Rasterkästchen
  • Eine punktierte Halbe erhält sechs Rasterkästchen
  • Eine Ganze erhält sieben Rasterkästchen

Bloß warum macht man diese Art der Aufteilung? Sonst entstehen einerseits ungünstige optische Löcher und man spart Platz. Weil ich Zweifel hatte, ob das sich eine Grundschülerin so richtig vorstellen kann, habe ich eines meiner Notensatzprogrammen befragt, ob es den Unterschied darstellen kann. Heraus kam folgendes Beispiel. Die obere Zeile, ist die mit den direkt proportionalen Abständen, die untere ist die mit korrekt gesetzten Abständen.

Damit dürfte klar sein, warum man auf direkt proportionale Abstände verzichtet.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 12. Januar 2018 um 08:51 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarrenunterricht, Kinder, Krimskrams, Notensatz abgelegt. | Es gibt 2 Kommentare