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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Kunstnägel wiederverwenden

Im Artikel “Kunstnägel mit Heißkleber kleben” schrieb ich:

Fallen die Kunstnägel ab, kann man sie meiner Erfahrung nach, höchstens zweimal neu kleben. Dann ist eine zu dicke Sekundenkleberschicht auf beiden Nägel. Also muss man einen neuen Kunstnagel zurechtschneiden und feilen.

Die Erstklebung hält normalerweise eine Woche, die weiteren Klebungen fallen häufig sehr schnell ab. Dies ist auch kein großes Wunder, denn Klebeflächen sollen glatt sein und gut zueinander passen. Die Nagelkleberreste auf dem Nagel und dem Kunstnagel erfüllen diese Anforderung nicht.

Etwas mildern konnte ich diese schlechte Haltbarkeit, indem ich die Sekundenkleberreste auf meinem Nagel mit einem Buffer bearbeitete. Dies ist gut möglich, weil die Nageloberfläche konvex ist. Bloß, wie komme ich an die konkave Kunstnagelfläche?

Die Dinge, von denen ich wusste, dass sie in meinen Schubladen lagen, kam ich nicht weit. Ich schaute nach Rundfeilen. Diese rufen bei entsprechender Körnung Preise zwischen 30 und 50 Euro auf. Beim Ausmisten meiner Schubladen fiel mir ein vergessener Stapel Schleifpapier mit 600 Körnung in die Hand.

Die daraus folgende Idee ist ziemlich trivial. Ich legte ein Schleifpapierstück auf einen dickeren Stift und versuchte damit die Innenseite des Kunstnagels zu bearbeiten. Als störend erwies sich, dass das Schleifpapier nicht genügend Halt hatte. Ich fand zwei Methoden dagegen, die man kombinieren kann.

Wenn der Stift einen Clip hat, dann kann man das Schleifpapier unter diesem Clip durchführen. Weil ich fand, dass ein Pinselstiel die bessere Form hat, klemmte ich das Schleifpapier mit einer Büroklammer fest. Noch besser ist, beide Methoden zu kombinieren.

Wie ist nun das Ergebnis? Die Haltbarkeit ist eindeutig besser. Aber sie ist nicht so gut wie bei einer Erstklebung. Wenn es gut läuft, komme ich auf drei Tage. Seitdem passiert auch nicht mehr, dass ich beim Wiederankleben mehrere Anläufe brauche.

Aber es gibt eine Sache, die man vielleicht als störend empfinden kann. Die Sekundenkleberreste sorgten meist dafür, dass der Kunstnagel in seine Position rutschte. Dem ist jetzt leider nicht mehr so. Ich habe mir einen feinen Edding bestellt, um mir, wenn es mal wieder so weit ist, eine Markierung auf dem Nagel zu malen.

Ein kleiner Warnhinweis. Ich war so “schlau”, dass ich die Kleberreste auf dem Nagel statt mit dem Buffer mit dem Schleifpapier bearbeitet habe. Der Buffer soll eine 1000 Körnung haben, das Schleifpapier eine 600 Körnung. In meinem Elan habe ich damit auch den Nagel angeschliffen. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass man mit dem Buffer den Druck anders auf den Nagel gibt.

Kunstnägel und Naturnagel sind verschieden stark. Ich kenne zwar niemanden, den diese Dicke der Kunstnägel stört, aber ich halte es vorstellbar. Ich halte es aus diesen Erfahrungen einen Versuch wert, zu versuchen, die Kunstnägel dünner zu schleifen.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 19. April 2024 um 08:30 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Fingernaegel, Gitarrentechnik, praktisch abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .