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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Rhythmische Erlebnisse – Teil 5

Die erste Frage lautet eigentlich, warum ist dieser Synchronisationseffekt mit Schlagzeugsounds um so viel deutlicher als bei normalen Metronomen oder Instrumenten. Leider kann ich hier nur Spekulationen aus meiner Innensicht von mir geben.

Es scheint so zu sein. Je perkussiver ein Signale ist, um so präziser ist seine zeitliche Wahrnehmung. Dies legt eine Beobachtung nahe, die ich mit meinem Blaswandler gemacht habe, als ich mehrstimmige Stücke mit diesem einspielte. Ich war ganz stolz, obwohl ich das Instrument erst neu in den Händen hatte, dass es so wenig klapperte. Soll heißen, die Töne der verschiedenen Stimmen fingen gleichzeitig an.

Das taten diese aber nur, so lange ich Streichersounds verwendete. Wechselte ich bei dieser MIDI-Aufnahme die Streicher durch Bläser, so klapperten plötzlich wenige Stellen.  Als ich dann aber alle Stimmen mit einem Klavier belegte, klapperte es fröhlich vor sich hin. Es war regelrecht peinlich.

Aber was hat das mit dem Synchronisationseffekt zu tun. Aus meiner Innenansicht kann ich berichten, ein akustischer Reiz hat auch eine körperliche Wirkung. Je perkussiver ein Klang, desto klarer zeitlich definierter ist der Impuls der körperlichen Reaktion in mir.

Ein anderer Grund für diese Synchronisationseffekte dürfte die permanente Wiederkehr des immer Gleichen sein. Dadurch wir die Zeit in der Wahrnehmung fasslicher strukturiert, als es normale Musik tun kann.

Man könnte sagen, es existieren ziemlich dominante und wirksame externe Steuerreize.

Interessant war aber, wie sich meine Schüler verhalten haben, als ich ein dichtes rhythmisches Geflecht ausdünnte. Diejenigen die körperlich ungerührt blieben, verloren Metrum und Tempo.

Im Nebenbei bemerkt, interessant war, dass alle, die Problem hatten, schneller wurden. Vom Grundschüler bis zum Erwachsenen. Kein einziger wurde langsamer.

Also es ist wichtig eine interne Steuerung aufbauen zu können. Das ist nichts Neues und nennt sich musikalische Vorstellung.

Aber bei dieser Übeform wird einerseits klar, wer dazu in der Lage ist, andererseits wird dem Schüler klar, dass so etwas notwendig wird.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 25. Mai 2012 um 08:21 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarre lernen, Krimskrams, Noten, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .