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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Vermaledeites Rauschen

Ich nehme momentan ziemlich viel für meine Schüler auf. Eine Schülerin beschwerte sich, dass meine Aufnahmen zu leise zum Mitspielen sind.  (Jetzt weiß ich, dass ich vielleicht davor nach dem Abspielgerät hätte fragen sollen.)

Aus dieser Beschwerde resultierte ein fröhliches Rumschrauben an den Einstellungen meiner Aufnahmesoftware. Irgendwann stellte ich fest, es rauscht, es rauscht zu viel.

Also rumgesucht und ich war kurz davor, viel Geld auszugeben. Die neuen Interfacevarianten sollten über 500 Euro gehen. Aus irgendeinem Grund kam ich glücklicherweise auf die Idee, von professionell aufgenommenen klassischen Gitarren-CDs Aufnahmen in meine Aufnahmesoftware zu importieren. Das Ergebnis war, es handelte sich um einen Fehlalarm.

Aber im Detail. Ich musste den Pegel meiner Aufnahmen an den der CDs anpassen oder andersherum. Es handelte sich um ca. 15dB Unterschied.  Als ich dann das Rauschen meiner CDs nachmaß und mit dem Rauschen meiner Aufnahmen verglich, war die Differenz eigentlich eher gering.

Bemerkenswert fand ich, als ich die CD-Aufnahmen auf den Pegel meiner Aufnahmen brachte, rauschten die auch nicht schlecht. Aufnahmen aus den Siebzigern rauschen noch viel schlimmer als meine Aufnahmen mit dem eher LowBudget-Equipment.

Mit der Geschichte will ich einen Tipp geben. Eigentlich müssen die Aufnahmeergebnisse eines Gitarrenlehrers von der technischen Qualität nicht dem Profistandard entsprechen. Und deswegen sollte man sich nicht all zu viel Sorgen machen. Sollte ein Schüler doch zu sehr meutern, kann man ihn bitten, die Rechnung für das nötige Equipment und denjenigen, der es dann auch sinnvoll einsetzten kann, zu begleichen. Die Summen dürften den Schüler zum Schweigen bringen.

Andererseits will man dann doch keinen allzugroßen klanglichen Murks und klingen wie auf einer CD.

Mir ging es so, dass ich mich aufnahm, mir die Sachen anhörte und aus dem Gedächnis mit CDs verglich. Dies führte dann zu fröhlichen und zeitraubenden Experimenten an irgendwelchen Reglern.

Diese Vergleiche führen ziemlich in die Irre, da die Erinnerung doch sehr trügerisch ist. Man sollte eine professionelle Aufnahme in die Aufnahmesoftware importieren, die Pegel zur eigenen Aufnahme angleichen und dann erst vergleichen . Insbesndere wenn die Hoffnung keimt durch teueres Equipment seine Ergebnisse zu verbessern.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 10. Januar 2014 um 08:14 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Recording abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .