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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Wie ein Geist denken

In meinem letzten Blogartikel „Mentales Fetzentraining“ schrieb ich

„Persönlich finde ich auch wichtig, sich nicht die Bewegungen vorzustellen, sondern nur das Gefühl an den Fingerkuppen.“

Ich habe eigentlich nicht genauer ausgeführt, warum ich das für wichtig halte.

Mir ist irgendwann mal bei einer „mentalen Trainingssitzung“ aufgefallen, dass durch die Vorstellung Erinnerungen an Verspannungen oder/und das Widerstandsgefühl in den Gelenken mitevoziere. Darüber nachdenkend kam ich auf die Idee mir vorzustellen, ich wäre ein Geist. Denn meiner Ansicht spüren Geister beim Bewegen keinen Widerstand in ihren Bewegungen, sie spüren nur die Veränderung der Körperhülle. Genau so versuchte ich mir meine Bewegungen vorzustellen.

Das Ergebnis war, dass sich dann auch meine Bewegungen müheloser anfühlten.

Bei Lagenwechsel gibt es ein ähnliches Problem für mich. Die Lagenwechselbewegung braucht Zeit. Aus irgendeinem Grund schaffe ich es nicht diese Bewegung mir schneller vorzustellen als sie mir real möglich ist.

Also versuche ich mir die Situation idealisiert vorzustellen. Ich stelle mir vor zwischen zwei Griffbildern wird hin und her geschaltet. Dies geschieht ohne jegliche Imagination von Körpergefühl. Dann hänge ich an diese Bilder nur das Fingerkuppengefühl. Dann ist mir möglich den Sprung schneller zu denken.

Langer Rede kurzer Sinn, die Erinnerung an den Körper kann die Vorstellung limitieren. Durch Hilfskonstruktionen, die die Vorstellung des Körpers nicht benötigen, kann man doch seinen Bewegungsplan modifizieren.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 4. Mai 2018 um 15:39 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarrenunterricht, praktisch, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .