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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Wie klingt das Metronom?

Ab und zu treffen Ereignisse zusammen, da merke ich, wie wichtig doch eher unbeachtete Dinge sind.

Am Vortag stellte ich einem Schüler eine Aufgabe mit Metronom. Wir verwendeten sein Boss DB-60 Metronom. Es ging darum, ob die Zählzeit „1 und“ in einer Sechzehntelkaskade auf dem Klick war oder nicht. Es war sehr schwer zu hören. Meiner Meinung nach, weil das Beep des DB-60 zu viel Zeit braucht.

Also startete ich meine Metronomapp die sehr kurze und knackige Clavesounds hat. Dadurch wurde die Aufgabe deutlich leichter.

Am nächsten Tag versprach ich einem anderen Schüler, dass ich ihm den Link zu meiner Metronomapp im Playstore senden würde. Leider hatte die Entwicklerin die App zurückgezogen. Also wählte ich die erste alternativ angebotene App und war konsterniert. Da der Schüler 78 ist, wollte ich eigentlich die Nutzerführung überprüfen. Aber die ersten Klicks hatten eine riesige Hallfahne.

Also probierte ich weiter. Manche Metronome waren schlicht weg zu leise. Das hängt natürlich auch vom Telephon ab. Aber die meisten Klicksounds waren zu breit. Das bedeutet sie dauern zu lange, als dass sie einen präzisen Impuls liefern könnten.

Andere Metronome verwendeten Samples, bei den sehr viel Hall verwendet wurde. Das ist teilweise bei großen Lautsprechern schön, aber bei den kleinen Lautsprechern trennt sich der Hall zu wenig vom eigentlichen Klang.

Eine andere Frage ist, wie verhält sich der Klicksound der betonten Schläge zu dem Sound der unbetonten Schläge.

Da ich eine Phase hatte, in der ich mir MIDI-Dateien als Metronom zuzammenklickte, konnte ich feststellen, ob das Metronompattern wirklich ein Gefühl für die Betonungen vermittelt, bedarf ziemlich viel Abstimmungsarbeit.

Die wird bei den Metronomapps anscheinend nicht sonderlich beachtet.

Ebenfalls irgendwann wurde mir das Suchen zu dumm. Ich suchte mir eine Methode, mit der ich meine Metronomapp an meinen Schüler weitergeben konnte.

In meinem Unterricht ist mir schon öfters aufgefallen, dass die Schüler*Innen unterschiedlich auf meine unterschiedlichen Metronomanwendungen reagieren. Das bewegt sich zwischen Ablehnung und der Bitte doch wieder Metronom xyz zu verwenden.

Es gibt viele Menschen, die mit dem Metronom fremdeln. Vielleicht sollte man das nicht auf die Metronome als solches schieben, sondern andere Metronome ausprobieren.

Jetzt will vielleicht so mancher wissen, was mein präferiertes Metronom ist. Der TaketinaExplorer mir selbst erstellten Rhythmuskreisen. Also leider nichts was man kaufen kann.

Disclaimer zum TaketinaExplorer: Ich persönlich finde ihne sehr schlecht programmiert. Er läuft auf meinen Windows 10 Rechnern. Ich hatte aber schon einen Schüler von Beruf Informatiker, der hat das Programm auf seinem Windows 8 Rechner nicht zum LAufen gebracht.

 

 

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 18. Mai 2018 um 16:21 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gehör, Gitarrenunterricht, Lernen, Rhythmus, Software, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .