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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Worauf bei einer Stimmapp achten?

Ich habe mir mal vor Jahr und Tag eine Stimmapp installiert. Ich fand sie immer etwas nervig, weil man Dank der Anzeige nie so genau wusste, wann die A-Saite richtig gestimmt war. Weil ich aber nur selten die A-Saite mit dieser App stimmte und den Rest nach Gehör, hat die Faulheit gesiegt, und die App blieb auf meinem Telephon.

Als ich einem Schüler das Stimmen mit Stimmgerät erklären wollte und er sein Stimmgerät nicht dabei hatte ,riff ich zu der App. Dabei irritierte mich, wie groß der Bereich war, in dem die Saiten als korrekt gestimmt angezeigt wurden. Das Stimmergebnis war auch nicht so toll.

Bei dieser App wird die Frequenz in Hertz bis auf eine Stelle genau hinter dem Komma angezeigt. Vielleicht glaubt mancher, das wäre eine Supergenauigkeit. Ist es aber leider nicht.

Mich beschlich der Verdacht, vielleicht arbeitet die App auch mit einer Stelle Genauigkeit hinter dem Komma auch intern. Also maß ich mit dem Stimmgerät von Band-in-a-Box die App aus. Meine App ist sehr großzügig. Es akzeptierte das A als korrekt in einem Bereich zwischen 219,731Hz und 220,225 Hz. Das sind sechs Cent. Und das ist eindeutig zu viel.

Da mir andere bekannte Stimmapps die Frequenz mit einem Komma Genauigkeit hinter der Stelle anzeigen, beschlich mich der Verdacht, andere Stimmapps sind ähnlich großzügig.

Bei den von mir ausprobierten Apps konnte ich dergleichen nicht feststellen. Das lag aber daran, dass die von mir ausprobierten Apps nicht anzeigen, ob der Ton stimmt, sondern nur, um wie viel der Ton abweicht.

Dabei gehen sie unterschiedlich vor. Manche verwenden Prozentangaben, manche nur eine graphische Distanz zum Nullpunkt und andere geben die Abweichung in Cent an.

Wenn man sich die Formeln unter http://www.sengpielaudio.com/Rechner-centfrequenz.htm ansieht, schwant einem vielleicht, dass die Differenzanzeige in Cent die beste ist.

Der graphische Abstand hat leider keine Referenz. Bei den Prozentangaben wird nicht geklärt, ob um wie viel Prozent in Hertz gemessen der Ton falsch ist oder ob eine Prozentabweichung im Sinne eines musikalischen Intervalls gemeint ist.

Bemerkenswert fand ich, dass ich sieben Apps durchprobiert habe und nur zwei geeignet fand, weil die Anzeige so gestaltet ist, dass man weiß, wie falsch man wirklich liegt.

Am angenehmsten zu lesen fand ich die Soundcorset Stimmapp. Das inbegriffene Metronom finde ich aber nach den Maßgaben des Artikels von letzter Woche nicht so begeisternd.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 25. Mai 2018 um 08:19 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarre stimmen, Gitarrenunterricht abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .