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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Zoom H2 – Erfahrungsbericht

Ich habe mir das Aufnahmegerät Zoom H2 gekauft. Ich werde mich hier nicht über die Aufnahmequalität des Gerätes auslassen. Dies tun Andere an anderer Stelle im Netz schon fundierter, als ich es könnte.

Ich will hier auf den Aspekt eingehen, wie nutzerfreundlich ist dieses Gerät, wenn man es in seiner Arbeit als Instrumentallehrer verwenden will.

Die Handlichkeit und die Reduzierung des Kabelsalates ist der große Vorteil des Gerätes. Ich besitze zwar auch zwei Mikrophone und zwei digitale Audiointerfaces, aber ich befürchte, diese werden verstauben. Wenn ich diese Gerätschaften verwenden will, ist es immer wieder mit einiger Stöpselei und Kabeln, die durch den Unterrichts- oder Überaum laufen, verbunden. Den Zoom H2 kann ich auch als Stand-alone-Gerät, weil auch Batteriebetrieb möglich ist, nutzen.

Was vermutlich die meisten Kollegen interessiert, wie ist es, wenn man Schüler aufnehmen will. Das Problem ist,  ein weiteres Ausgabemedium wie Laptop, Lautsprecher oder Kopfhörer  sind notwendig. Der Zoom H2 hat keine Lautsprecher.

Und damit fängt ein kleines Problem an.  Sind Lautsprecher an den H2 angeschlossen und man nimmt auf, dann besteht leider die Gefahr von Rückkopplungen. Je nach Aufstellung der Geräte und Arbeitsweise im Unterrichtsraum kann das unpraktikabel bis praktikabel sein.

Entweder man stöpselt die Lautsprecher aus oder dreht sie während der Aufnahme leiser. Am Zoom H2 den Lautstärkeregler runter zu regeln dauert zu lange. Es handelt sich um einen Kippschalter, mit dem man zwar sehr genau die Lautstärke regeln kann, aber deswegen auch sehr langsam und in solchen Situationen vermutlich zu langsam.

Ich persönlich habe immer einen Laptop im Unterricht dabei und kann deswegen die Laptoplautsprecher nutzen. Damit bin ich das Rückkopplungsproblem los.

Der Zoom H2 ist mit einem USB-Kabel  an den Laptop angeschlossen. Das Schöne ist, damit ist auch die Stromversorgung des Zoom H2 gesichert. Es läuft nur noch ein Kabel durch den Raum. Ich habe mir ein 3m USB-Verlängerungskabel gekauft und habe keine Probleme damit.

Sobald der Zoom H2 am Notebook angeschlossen ist, ist es ein Audiointerface . Das bedeutet, man kann den Zoom H2 mit seiner Aufnahmesoftware (Cubase, Samplitude) ansteuern. Was ich persönlich sehr praktisch finde, weil ich dem Schüler dann gezielt Stellen vorspielen kann.

Wichtig ist zu erwähnen, dass man, sobald der Zoom H2 an einen Computer angeschlossen ist, die Aufnahmen nur noch durch den Computer starten und  abspielen kann. Die Aufnahmen können nur auf der Festplatte des PC gespeichert werden. Auf die SD-Karte hat man leider keinen Zugriff. Das könnte für manchen lästig sein, weil er mit seinem Speicherplatz nicht so umgehen kann, wie er es will und für nötig betrachtet.

Unpraktisch finde ich, dass der Zoom H2 entweder als Massenspeicher oder als Audio-Interface am Rechner angemeldet werden kann. Beides gleichzeitig geht nicht. Wenn der Zoom H2 als Massenspeicher angemeldet ist, kann man leider nicht mit dem Gerät aufnehmen. Auch nicht über die Bedienung des Gerätes selbst.

Es gibt ja auch USB-Mikrophone, die billiger sind als der Zoom H2.  Wären die nicht die einfachere Lösung? Es kommt, so glaube ich, auf die Anforderungen an. Bei einem Mikrophon muss man wieder eine Halterungen oder einen Ständer aufbauen. Dinge, die man auch mittransportieren muss.  Man ist dann auch von einem Rechner abhängig. Mit dem Zoom H2 bin ich von einem Rechner unabhängig und auch vom Stromnetz. Für Schülerkonzerte vermutlich ganz praktisch.

Es gibt noch einige andere Geräte auf dem Markt, die teuerer sind. Mancher wird sich fragen, ob dort die Mikrophon- und Aufnahmequalität besser ist. Ich habe mich einige Zeit mit dieser Aufnehmerei beschäftigt und festgestellt, deutlich wichtiger ist, man muss die Mikrophone richtig aufstellen können. Wer sich in diese Thematik nicht einarbeiten will, wird von dieser höheren technischen Qualität nicht sehr viel haben.

Früher hatte ich auch mal den Sony Professional. Das war ein deutlich zu groß geratener Walkman an dem man ein Mikrophon anschließen konnte. Persönlich würde ich sagen, dass der Zoom H2 auf Grund seiner Handlichkeit, leicht größer als eine Zigarettenschachtel, die praktischste Lösung ist. Kaum Kabelsalat und es findet sich eigentlich immer ein Plätzchen. Aber der Zoom H2 ist auf Grund seiner Bedienungsführung noch nicht das gelbe vom Ei.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 5. Dezember 2008 um 08:16 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Elektronik, praktisch abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .