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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Ich will ein Notensatzprogramm? – Teil 3

Wie teste ich ein Notensatzprogramm?

Lassen Sie sich nicht von den ersten Ergebnissen berauschen.

Von Musescore war ich sehr angetan, weil es gitarrenspezifische Dinge sehr gut kann. Aber als ich begriff, wie das Dokumentenmodell bei Musescore aussah und was für Konsequenzen es bei meinem Flexibilitätsanspruch hat…

Weiter wie es sich sträubt über die Grenzen des herkömmlichen Notensatzes hinauszugehen, um pädagogische Noten zu machen, halte ich es für ein ziemlich schlechtes Programm.

So richtig ist mir das aufgefallen, als ich ein zwanzigseitiges Capelladokument in Musescore importierte und die Importschäden beseitigten wollte. Danach wusste ich, die Musescoreleute haben kein klares Grundkonzept, damit kann man nicht arbeiten.

Also der Testvorschlag. Versuchen sie ein mehrsätziges Werk zu setzen und dann für eine andere Besetzung umzuarbeiten. Daraus machen Sie eine kinderfreundliche und seniorengerechte Fassung. Und dann dürften Sie wissen, wo das Programm schwächelt.

Weiter probieren Sie die Programme an dem Rechner aus, an dem Sie arbeiten werden.

Warum? Ich habe einen Rechner mit Nummernblock, einen ohne. Ich kann zwar bei Finale mit jedem Rechner Noten via Tastatur eingeben. Aber bei der Tastatur ohne Nummernblock ist das eine riesige Verrenkung.

Teilweise ist es auch ein Unterschied, ob man Maus oder einen Touchpad nutzt. Sibelius auf einem kleinen Bildschirm finde ich eher schwierig.

Wie wichtig ist die richtige Entscheidung?

In der Notensatzprogrammwerbung wird immer geschrieben, der Wechsel von einem Programm zum anderen sei wegen MusicXML kein Problem.

Ich kann mich noch an die Neunziger erinnern. Da gab es immer wieder Verzweiflungsschrei, was die Konvertierung aus dem z. B. Word-Perfect-Dokument in Word gemacht hat.

Jetzt ist MusicXML ein Standard, der dazu geschaffen wurde, genau diese Konvertierungsprobleme zu vermeiden. Die Ergebnisse dieser Konvertierungen sind trotzdem teilweise noch verstümmelnder als vor zwanzig Jahren bei den Textverarbeitungsprogrammen, obwohl man keinen Austauschstandard hatte.

Bei einem Wechsel von einem Notensatzprogramm zu einem anderem, fragen Sie sich, was wird aus meinen bisherigen Noten und Sie werden sich vielleicht dann genauso wie ich über Jahre mit den gehassten Macken des bisherigen Programms herumschlagen.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 22. April 2016 um 08:40 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Software abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .