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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Linke Handschonung 4 – Sauber greifen

Dieser Tipp ist eigentlich Eulen nach Athen tragen.

Grundsätzlich gilt, sauber Greifen ist kein Selbstzweck, sondern so müssen die Finger am wenigsten Kraft aufwenden, sodass ein sauberer Ton erzeugt werden kann.

Das leicht zu kontrollierende und zu erklärende Merkmal des sauberen Greifens ist, das man möglichst sauber am Bund greift. Das weniger leicht zu kontrollierende und zu erklärende Merkmal ist:

  • wo berührt die Saite die Fingerkuppe?
  • wie verläuft die Saite über die Fingerkuppe?

Um das zu üben, empfehle ich meinen Schülern am Anfang diese Übung.

  • Den tiefsten Ton des Akkords greifen und überprüfen, ob dieser sauber klingt, indem die Einzelsaite angeschlagen wird. Wenn er dies nicht tut, den Finger 1 cm von der Saite abheben und neu aufsetzten. Wieder kontrollieren, notfalls den Finger 1 cm von der Saite abheben und neu aufsetzten. Solange bis der Ton sauber ist.
  • Dann geht man zur nächsten Saite und setzt gegebenenfalls einen weiteren Finger auf. Kontrolliert den Ton, und wenn dieser nicht sauber klingt, wieder den Finger 1 cm von der Saite abheben und neu aufsetzten. Es kann aber auch sein, dass der Nachbarfinger der Störenfried ist. Dann muss man den Nachbarfinger 1 cm von der Saite abheben und neu aufsetzten.
    Die Tonkontrolle muss auch bei einer leeren Saite erfolgen. Denn der Finger auf der Nachbarsaite, kann die kontrollierte Saite berühren und verursacht einen unsauberen Ton.
  • Wenn die letzte Saite und/oder der letzte Finger des Akkordes erreicht ist, geht man wieder alle Saiten durch, bis alle Saiten sauber klingen, ohne dass ein Finger korrigiert werden muss.

Diese Übeform muss langsam und geduldig erfolgen.

Was bezweckt diese Übeform? Ein Anfänger hat keine Vorstellung, wie der saubere Griff bei ihm im Detail gegriffen werden muss. Auf diese Art und Weise kann er es in aller Ruhe herausfinden.

So ein Akkordgriff ist wie ein Netz. Zieht man an einem Faden bzw. Finger verändert man die anderen Fäden bzw. die anderen Finger. Diese Übeform ermöglicht einem, dieses Netzwerk zu verstehen.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 3. November 2017 um 08:21 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarrenunterricht, Liedbegleitung, praktisch, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .