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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Was macht ein gutes Liederbuch aus?

Da gerade wieder einige Schüler sich für Akkorde interessieren und mir einiges Material zum Thema Liedbegleitung in die Hand gefallen ist, möchte ich mal auf die Frage eingehen: „Was macht ein gutes Liederbuch aus?“

Im Anfängerbereich werde ich immer wieder gefragt,

  • woher, weiß ich bei einem Stück, was für ein Schlagmuster ich verwende?
  • wann wechsele ich den Akkord?

Ab und zu bekomme ich auch Autodidakten als Schüler, die sich mit diesen Fragen herumschlagen und nicht beantworten können. Bei diesen höre ich dann auch etwas sonderbare Taktlängen, Griffwechsel zum falschen Zeitpunkt und verunglückte Schlagmuster.

Wenn man sich das entsprechende Material auf dem Notenmarkt ansieht, sind diese Ergebnisse nicht verwunderlich.

Also wie sollte ein Liederbuch gestaltet sein, das Anfänger über die oben genannten Klippen bringt?

  1. Jedem Stück müsste ausdrücklich ein bestimmtes Schlagmuster bzw. Zerlegungsmuster zugeordnet werden.
    Meist beschränkt man sich darauf, dass am Ende des Buches einige Muster genannt werden, aber keine Stücke dazu genannt werden. Und nicht jedes Muster passt zu jedem Stück, auch wenn es die musiktheoretischen Anforderungen erfüllt.
  2. Bei Liederbüchern, welche nur mit Text arbeiten, müssen die Takte klar erkennbar sein.
    Meist fehlen Taktstriche im Text. Da aber viele aus dem Gedächnis singen, führt das bei Anfängern zu sonderbaren Ergebnissen. Diese sind teilweise so stark mit der Motorik beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen, wenn sie etwas freier mit dem Stück umgehen. Taktstriche würden ihnen die Kontrolle und Orientierung leichter machen.
  3. Noch besser wäre ein Liederbuch mit Noten, denn dieses beantwortet auch die Frage nach den Takten. Aber mit Noten wird besser erkenntlich, wann muss ich den Griff wechseln, wenn dies innerhalb eines Taktes geschieht. Dazu sind aber dann einige theoretische Basiskenntnisse zum Thema Rhythmus notwendig.
  4. Wenn eine CD oder DVD bei dem Buch dabei ist, sollte man nachhören, ob es auch sehr langsame Einspielungen der Beispiele gibt.
    Ich erlebe immer wieder, dass Leute frustriert zu mir kommen, weil sie mit ihren Basiskenntnissen nicht mithalten können und sich deswegen für unbegabt halten.
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 6. Juli 2007 um 08:29 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Liedbegleitung abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .