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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Über Vorstellungen, Bilder und Metaphern

Viele Lehrer arbeiten gerne mit Bildern im Unterricht. Wenn diese Bilder nicht funktionieren, wird das gerne damit erklärt, es wäre das falsche Bild.

Meiner Meinung nach kann es aber auch sein, dass nicht das Richtige im Kopf des Schülers passiert ist, weil nicht an der Vorstellung, die durch das Bild erzeugt werden sollte, gearbeitet worden ist.

Nehmen wir mal das Bild der „Wippe“ für die Gegenbewegung des „i“ und „m“-Fingers. Bei manchen Schülern hat dieses Bild Folgen, bei anderen eher weniger.

Du kannst jetzt ein kleines Experiment machen.

Sage dir, die Gegenbewegung beim Wechselschlag funktioniert genauso wie das Auf und Ab einer Wippe. Mache Wechselschlag und stelle dir eine Wippe vor. Was für eine Wirkung hat das auf deine Bewegung?

Vergleiche dieses Ergebnis mit dem Ergebnis dieser Vorgehensweise.

Mache Stelle dir eine blaue Wippe vor. Ist die Wippe wirklich blau in deinem Kopf? Jetzt stelle dir vor, wie sich das rechte Ende auf und ab bewegt. Kannst Du dir diese Bewegung ohne Unterbrechung vorstellen? Wenn Du das schaffst, beobachte in diesem inneren Film auch das linke Ende der Wippe. Kannst Du sehen wie sich dieses linke Ende auf und ab bewegt. Kannst Du beide Enden der Wippe sehen, wie sie sich bewegen? Und auch das ganze Stück zwischen den beiden Wippen?
Wenn Du dir das perfekt vorstellen kannst, dann stelle dir vor, wie sich dein Zeigefinger unter das linke Ende legt und der Mittelfinger unter das rechte Ende der Wippe. Die Finger umgreifen die Wippe. Jetzt stelle dir vor wie der Zeigefinger das linke Ende der Wippe hochdrückt und damit das linke Ende der Wippe runterdrückt und damit den Mittelfinger. Kannst Du dir diesen Film ohne Brüche und Lücken vorstellen. Dann stelle dir vor wie der Mittelfinger die linke Seite der Wippe hochdrückt und damit den Zeigefinger links runterdrückt. Siehst Du dabei die ganze Wippe? Kannst Du dir den Film ohne Lücken vorstellen? Versuche dir vorzustellen, wie sich die Bewegung der Finger anfühlen müsste.

Versuch diesen Film in deinen Kopf weiterlaufen zu lassen und spiele jetzt in Wirklichkeit Wechselschlag. Achte darauf, dass gefühlte Auf und Ab deiner wirklichen Finger eindeutig synchron zu dem vorgestellten Auf und Ab der vorgestellten Finger ist.

Du wirst hoffentlich feststellen, dass Du beim zweiten Weg einen deutlicheren Effekt auf das Bewegungsergebnis hast.

Jetzt eine Anleitung zu schreiben, wie man Vorstellungen erarbeitet, ist mir momentan eine Nummer zu groß. Ich hoffe aber, dass die Grundidee klar geworden ist.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 25. April 2008 um 08:03 Uhr veröffentlicht von und wurde unter den Kategorien: Gitarre lernen, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .