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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Koordination zwischen Links und Rechts

Das Experimentieren mit Slowmotion und die vor längerer Zeit gefundene Methode für austauschende Finger haben einen Geistesblitz in mir gezündet, der mich beschäftigt.

Mir wurde früher öfters erzählt, ich müsse die Finger links und rechts gleichzeitig bewegen. Ich fand das immer furchtbar ineffektiv und wenn ich diesen Satz bei meinen Schülern verwendet habe, war die Änderung so minimal, dass ich diesen Ansatz ziemlich schnell vergessen habe.

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass gar nicht so recht klar ist, was mit diesem „Gleichzeitig“ gemeint ist? Wenn ein linker greifender Finger z.B. an seinem Ziel ist, hat der rechte Finger noch ein Stück des Weges vor sich. Hebt sich ein lösender Finger in dem Moment, wenn der rechte Finger seine Bewegung startet, dann kommt der rechte Finger, außer man will staccato spielen, immer zu spät. Da aber Endpunkt und Anfangspunkt einer Fingerbewegung zwei sehr deutliche Merkmale sind, dürfte die logische Konsequenz sein, wenn die Anweisung „gleichzeitig“ kommt, dass man versucht Dinge zeitlich auf Gleichzeitigkeit zu koordinieren, die man vielleicht besser nicht auf Gleichzeitigkeit koordiniert.

Aber was sollte man dann auf Gleichzeitigkeit koordinieren.

Bei jedem Anschlag gibt es immer eine Gleitphase der Fingerkuppe und des Nagels über die Saite. Links gibt es eine Phase, die ich als Restweg bezeichne. Dies ist die Phase, bei der ein linker Finger die Saite berührt und dann zum Griffbrett hinab drückt. Bzw. umgekehrt, der Weg der Fingerkuppe vom Holz des Griffbrettes bis zu dem Punkt, an dem der Finger den Kontakt mit der Saite verliert.

Genau diese zwei Phasen müssen zeitlich koordiniert werden. Dies kann man eine Zeit lang mit Slowmotion üben.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 26. März 2010 um 08:53 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarre lernen, Gitarrenunterricht, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .