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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Poplatein

Höchst wahrscheinlich erzähle ich nichts  Neues, aber mir war dieser Weg um den Rhythmus eines Liedtextes zu begreifen, obwohl ich gerne Chor singe, noch nicht über den Weg gelaufen.

Ich mache mit einigen Schülern Liedbegleitung. Dazu gibt es Playbacks. Insbesondere bei Popstücken stellt sich das Problem, wann setzte ich richtig ein, wie ist der Rhythmus des Liedes.

Als ich in der Schule Latein hatten, mussten wir in der Kollegstufe lateinische Gedichte laut lesen. Wichtig war die Betonung der Silben sehr übertrieben zu sprechen. Also betonte Silben sehr laut und kräftig und unbetonte Silben sehr leise und schwach.

Jetzt klagte ein Schüler über seine Schwierigkeit, die Einsätze bei „Applaus, Applaus“ zu finden. Da ich die oben beschrieben Art des Lesens ab und zu verwende, wenn ich mir Poptitel runterhöre, meinte ich:  „Wir probieren mal etwas aus, was ich aus dem Lateinunterricht von Gedichten kenne.“ Der Schüler entgegnete: „Ach mussten Sie die auch laut lesen.“

Also sprachen wir den Text, wie im Lateinunterricht gelernt und ließen den Fuß in Viertel mittippen. So stellte sich der Rhythmus bis auf wenige Stellen von selbst ein.

Wichtig ist dabei, dass der Fuß mitmacht. Fallen unbetonte Silben auf betonte Zeiten bzw. andersherum , spürt man, dass das unnatürlich ist und kann sich selbst korrigieren.

Die Arbeit mit dem Fuß, erweist sich auch dann, wenn man sich selbst auf der Gitarre begleitet oder zum Playback mitsingt und -spielt, als nützlich. Man ist nicht so darauf angewiesen, den richtigen Zeitpunkt zum Einsatz auszuzählen oder sonst wie zu finden.

Man spricht zu seinem Fuß den Text und hat einen guten Anhaltspunkt im Körpergefühl, wann man einsetzen muss. Falls man dann doch falsch einsetzt, dann ist es klar, dass man sich um eine Viertel oder Halbe geirrt hat. Also macht man die Stelle noch einmal und wartet den späteren Moment ab, und setzt dort ein, wie es einem das Gefühl sagt.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 17. August 2018 um 08:13 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gehör, Gitarrenunterricht, Lernen, Liedbegleitung, praktisch, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .