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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Drei Mal hintereinander richtig

In dem von einer Schülerin erwähnten Video aus dem letzten Artikel Demokratie gegen Fehler erwähnt Torsten Eil die Methode eine Stelle drei Mal hintereinander richtig zu spielen, dann würde die Stelle funktionieren.

Weil diese Schülerin diese Methode „sehr schätzt“ (Ich hoffe die Anführungsstriche lassen die abgrundtiefe Ironie erkennen.), verwies ich natürlich sofort darauf, dass dies nicht nur meine Idee sei.

Mein erster Gitarrenlehrer hat mir diese Methode nahegebracht. Aber in der Reaktion dieser Schülerin und anderer Schüler ist mir aufgefallen, dass bei der Übermittelung dieser Methode ganz gerne ein Irrtum erzeugt wird. Nämlich: „Wenn ich es drei Mal hintereinander richtig schaffe, dann kann ich das.“

Bloß das kann – so wurde mir durch den letzten Artikel erst richtig bewusst – gar nicht stimmen. Denn bis man es schafft, die Stelle drei Mal hintereinander richtig zu spielen, geschehen doch auch Fehlversuche. So ist es doch leider ziemlich häufig so, dass die Anzahl der Fehlversuche zu der Anzahl der richtigen Versuche überwiegt, nachdem man die fehlerhafte Stelle drei Mal hintereinander richtig gespielt hat.

Eigentlich müsste man die Regel erweitern. Wenn Du einen Fehlversuch machst, musst Du die Zahl der richtigen Versuche, um weiterzugehen, um eins erhöhen. Also beim ersten Fehlversuch muss man es dann vier Mal hintereinander richtig schaffen, beim zweiten fünf Mal, usw.

Aber vielleicht schauen wir uns mal an, was bei der Aufgabe „drei Mal hintereinander richtig“ passiert.

Man setzt sich längere Zeit mit einer Stelle auseinander, kann sie deswegen wesentlich besser reflektieren. Deswegen ist es möglich eine Strategie zu entwickeln oder Merkmale zu erkennen, die helfen den Fehler zu vermeiden.

Diese Erkenntnisse helfen beim nächsten Durchgang vielleicht noch nicht, weil noch nicht genügend eingeübt. Aber dann greift man wieder zu „drei Mal hintereinander richtig“ und übt die Strategie ein.

Wenn man dann an dieser Stelle weiter scheitert, dann sollte man, wenn die erdachte Strategie richtig ist, damit arbeiten, dass man die Zahl der zu erzielenden richtigen Versuche pro Fehlversuch steigert.

Aber ich werde mal bei Schülern, die ein sehr großzügiges Verhältnis zu Fehler haben, mal die Fehlversuche mitzählen, damit ihnen klar wird, was sie sich da für einen Berg aufhäufen.

 

 

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 12. Oktober 2018 um 08:08 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gitarrenunterricht, Lernen, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .