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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Harmonielehre für Kinder – Buchbesprechung

Durch mein Musiklehrerverzeichnis bin ich auf das Buch „Harmonielehre für Kinder“ von Barbara Rieder aufmerksam geworden.In dem Buch werden einzelne Begriffe oder Themen der Musiktheorie erläutert. Dies wird mit Spielen verbunden, in denen die Kinder die Themen hörend erleben sollen. Die Erklärungen sind farbig illustriert.

Nachdem bei der Monstergitarrenschule schon die Illustration so schlecht weggekommen ist, könnte ich mir vorstellen, dass Kinder diese Illustrationen ähnlich sehen.

Harmonielehre impliziert für manchen, man könne nach Studium des Buches eigenständig eine Melodie aussetzen. Dem ist nicht so. Man kann danach erklären, was eine Kadenz ist. Ob ein Kind nach Durcharbeiten des Buches dann selbstständig eine Kadenz in seinen Stücken erkennen kann, bezweifle ich.

Ist das Unternehmen einer Harmonielehre für Kinder gelungen. Auf dem Papier wirkt die Vorgehensweise, Erklärung, dann ein Spiel zur sinnlichen Vermittlung als sehr sinnvoll und durchdacht. Aber das ganze Buch scheint nicht so richtig durchdacht zu sein.

Nach der Erklärung der Intervalle, wird sofort der Quintenzirkel erklärt. Die Erklärung war der Art, dass ich erst einmal zurück geblättert habe, weil ich dachte, ich hätte ein paar Seiten überschlagen. Aber dem war nicht so.

Mir fehlt grundsätzlich der rote Faden, der den Bezug zwischen den einzelnen Themenblöcken herstellt.

Bei den Dreiklängen wird zwar erklärt, dass diese Terzschichtungen seien. Aber es wird vergessen zu erklären, was für eine Terzschichtung was für einen Dreiklang darstellt. Auch wird nicht dazu aufgefordert, dies festzustellen. Die Illustrationen sind eher irreführend als erklärend. Weil die Farbe der Terzen sich ändert. Z.B. Im verminderten Dreiklang ist die eine kleine Terz blau und die andere rot. Dazu passt, dass beim Öffnen der Schule mir ein Blatt mit einer Leiter entgegen gefallen ist. Man hat vergessen die Leiter abzudrucken.

Bei manchen Spielen habe ich bei mehrmaligen Lesen nicht begriffen, wie sie funktionieren sollen.

So schön die Spiele sind, sie haben oft einen Haken. Mehrere Kinder sollen zusammenspielen. Aus meinem Erfahrungshorizont würde ich sagen, diese Spielgruppen werden sich auch mit sehr viel gutem Willen bei allen Beteiligten selten bilden.

Letztendlich bleibt auch hier das Gefühl, irgendwie ganz nett auf den ersten Blick, aber hilft bei genauerem Hinsehen auch nicht so recht weiter.

Mich hat das Buch in seiner Vorgehensweise an meinen Musikunterricht in der Mittelstufe erinnert. Vielleicht sollte man nicht versuchen, die Herangehensweise für Ältere kindgerecht anzumalen, sondern eine grundsätzlich andere Herangehensweise entwickeln.

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Der Beitrag wurde am Samstag, den 31. März 2012 um 08:15 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Kinder, Lernen, Musiktheorie, Notenbesprechung abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .