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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

“Die Kinder Gitarrenschule” von Ralf Tönnes – (Notenbesprechung)

Mein Blog scheint sich allmählich zu rentieren. Bekam ich doch kostenlos ein Exemplar der „Kinder Gitarrenschule“ von Ralf Tönnes zugesandt. Ich werde natürlich zu dieser Schule auch meinen Kommentar abgeben.

Zum grundsätzlichen technischen Aufbau.  Die Schule beginnt mit dem Daumenanschlag, geht dann über zum Wechselschlag, um dann über einen Zwischenschritt – für mich ungewöhnlich- zum geschlossenen Anschlag mit p-im zu wechseln. Aus meiner Sicht der Dinge finde ich den Schritt Wechselschlag zum geschlossenen Anschlag eher suboptimal.

Der angelegt Wechselschlag wird relativ kurz verwendet, um dann den geschlossenen Anschlag zu verwenden. Die Autoren zeigen auch Problembewußtsein. Denn in der rechten Hand bleibt zuerst mindestens ein Finger zur Fixierung auf den Saiten liegen. Meiner Meinung nach wäre besser Melodiespiel mit leeren Bässen eine zeitlang zu betreiben. Material gäbe es genug.

Was wirklich stört und die Schule für mich zu einer NoGo-Schule macht, ist die Qualität der erläuternden Bilder. Dass die Photos nicht in einer Hohlkehle gemacht wurden, sondern mit einem Bettlaken im Hintergrund und dann mit einer Bildverarbeitung unzulänglich freigestellt worden sind, stört mich eigentlich nicht. Vielmehr finde ich es sehr störend, dass Bilder aus einer Schule Vorbildcharakter haben sollten, und auf diesen Bildern viele Dinge zu sehen sind, die ich als falsch und schlampig bezeichnen würde.

Ich weiß, dass es bei Kindern häufig so aussieht. Aber wie will man argumentieren, wenn es in der Schule genauso aussieht, wenn nicht sogar schlimmer.

Persönlich muss ich feststellen, dass diese Bilder die Falschesten waren, die ich bisher gesehen habe.

Ansonsten muss ich sagen, die Eigenkompositionen sind gelungen. Sie gefallen mir sogar. Hier sticht die Schule positiv heraus.

Diese Schule hat ein erkannbares Konzept, welches ich für mich als anregend empfand.

Auch manche Erklärung werde ich in meinem Unterricht zurückgreifen. Die Erklärung, wie man einen Violinschlüssel malt, fand ich besonders schön.

Was ich gar nicht gut finde, wie man das Akkordspiel einführt. Man erwähnt es, mehr aber nicht. Eindeutig viel zu wenig Erklärung. Das hätte man vielleicht dann doch weg lassen sollen.

Man hat mich angerufen, ob man mir die Schule schicke dürfe. Dabei erklärte man mir, man wolle die Schwächen, der von mir verwendeten Fridolinschule ausgleichen. Mir ist nicht ganz klar, wie man darauf kommt, weil das Konzept sich doch deutlich unterscheidet. Aber ich würde weiterhin den Fridolin vorziehen. Insbesondere weil das Bildmaterial anständiger ist.

Für die Autoren ein Tipp. Der Zeichnungen sind ziemlich gut. Aber die Photos lausig.  Wenn man das nacharbeiten würde, dann hätte die Schule vermutlich Chancen auf dem Markt. So sieht alles etwas nach Lowbudget und billig aus. Mir sind die Preise in dem Metier bekannt. Aber ich glaube diese Rechnung wird nicht aufgehen.

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Der Beitrag wurde am Samstag, den 18. Juli 2009 um 08:47 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Buchbesprechung, Kinder, Noten, Notenbesprechung abgelegt. | Es gibt einen Kommentar