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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Verwirrende Stimmbeobachtungen

Ich bin auf den Begriff der Inharmonizität gestoßen. Deswegen fing ich mal wieder zu messen an. Dabei habe ich einige Beobachtungen gemacht, die mich momentan mehr verwirren als weiterhelfen.

1. Beobachtung: Flageolett

Stimme ich die A-Saite exakt auf 440Hz. Dann ist der Flageolettton am 12. Bund minimal zu tief. Am 5. Bund zu tief.

2. Beobachtung: Obertöne

Es gibt Stimmsoftware, bei der kann man einstellen, was für ein Ton erkannt werden soll.

Stimme ich die A-Saite und stelle dann ein, dass das A eine bzw. zwei Oktave(n) höher erkannt werden, dann wird nicht wie erwartet ein ganzzahliges Vielfaches, also 220Hz und 440Hz angezeigt, sondern zu tiefe Frequenzen. Diese Frequenzen entsprechen interessanterweise den Frequenzen der Flageoletttöne.

Es scheint also das Phänomen der Inharmonizität bei Gitarrensaiten zu geben. Die daraus für mich resultierende Frage für mich ist, ob wir Gitarristen, die Technik der Spreizung beim Klavierstimmen

  • nutzen sollten?
  • stillschweigend beachten, wenn wir mit den Ohren stimmen?
  • oder sogar in unsere Griffbretter und unserem Intonationsausgleich eingebaut sind?

3. Beobachtung: Saiten dämpfen

Zu dieser Beobachtung muss ich sagen, ich habe über ein Mikrophon aufgenommen. Aus daraus entstandener Neugierde möchte ich mir einen TunungClip kaufen.

In dem Artikel Amplitudenabhängige Resonanzfrequenz und an anderen Stellen habe ich schon geschrieben , dass mir die Anzeigen diverser Stimmapps etwas zu hektisch rumflackern. Insbesondere finde ich die Schwankungen zu breit.

3. 1. Weniger Spannbreite

Wenn ich alle Saiten dämpfe, dann werden diese Schwankungen geringer.

3.2 Andere Tonhöhe

Mir ist schon einmal aufgefallen, wenn ich eine Oktav anschlage, dass der Messwert keinem Messwert der einzelnen gemessenen Töne entspricht. Das bedeutet bei Tonmischungen, wird so etwas wie ein „Durchschnitt“ gemessen. Das Wort Durchschnitt ist hier eigentlich vermutlich eher falsch.

Nun ist Gitarre ein Instrument, welches von Resonanzen lebt. Wenn man einen Ton anschlägt, schwingen da noch viele andere Töne mit.

Bei meinen Versuchen habe ich, insbesondere bei höheren Tönen, erlebt, dass, wenn ich die Restsaiten dämpfe, minimal andere Tonhöhen gemessen werden. Also die Resonanzen können das Messergebnis verändern.

Ob dieser Effekt bei Stimmgeräten eintritt, kann ich nicht überprüfen, da ich keines habe.

Diese Effekte habe ich an meinem Rechner mit Mikrophon erlebt und mit AndroidApps.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 4. Januar 2019 um 08:58 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Eingeschoben, Elektronik, Gitarre lernen, Gitarre stimmen, Gitarrenunterricht abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .