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Gitarrenunterricht in Frankfurt

Dipl.-Gitarrenlehrer Stephan Zitzmann

Mein Traumvorspielapp

Ich habe mich in dem letzten Artikel etwas unglücklich geäußert über meine Erfahrungen, wie von mir erstellte Klangmedien genutzt werden.

Es sei explizit vorausgeschickt, ich bin nicht am Mitspielen interessiert, sondern am Vorspielen. Also, was hätte ich gerne?

Meiner Meinung nach müssten

  • Die Beispiele in verschiedenen Tempi ohne Qualitätsverlust abgespielt werden können.
  • Der Abspielbereich müsste frei und einfach gewählt werden können.
  • Das Vorgespielte müsste musikalisch sein und nicht mechanisch.

Den letzten Punkt muss ich vermutlich erklären. Man kann zwar Aufnahmen von echten Menschen mit Timestretching schneller und langsamer abspielen, aber meiner Erfahrung nach, werden die Qualitätseinbußen bei Änderungen bis ca. 20 Prozent noch akzeptiert. Darüber hinaus stören sich die Menschen daran.

Will man die Soundqualität nicht beeinträchtigen, müsste man mit MIDI arbeiten. Das wird dann aber mechanisch.

Jetzt ist aber so, wenn die Abschnitte frei wählbar sein sollen und das Interface dazu einfach sein soll, dann dürfte es so sein, dass die Hürde für die Lehrkräfte steigt, Material zur Verfügung zu stellen, obwohl die meisten vermutlich mittlerweile kein Problem hätten, etwas aufzunehmen.

Also schwebt mir in meiner Wunschwelt angeregt durch das Thema KI etwas anderes vor. Man photographiert als Lernender seine Noten. Kreist die gewünschte Stelle ein und sie wird vorgespielt.

Aber wie ist die Sounderzeugung? Es gibt ja genügend Aufnahmen, zu denen es die Noten gibt. Also man nimmt zum Beispiel die Aufnahmen des klassischen Gitarrenolymps und dazu entsprechend die Noten. Dies wird durch eine KI ausgewertet. Der gibt man zum Beispiel die Noten von “Alle meine Entchen”. Dann spielt die KI das Stück vor, wie es ein sehr guter Gitarrist tun würde.

Ob man so einzelne Gitarristen wiederauferstehen lassen oder simulieren könnte, keine Ahnung.

Aber das wird vermutlich lange ein Traum bleiben, denn wenn ich nach “musical interpretation artificial intelligence” suche, finde ich nichts, was nur ansatzweise in diese Richtung geht.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 26. Januar 2024 um 14:52 Uhr veröffentlicht von Stephan Zitzmann und wurde unter den Kategorien: Gehör, Gitarre lernen, Gitarrenunterricht, Recording, Software, Übemethodik abgelegt. | Es gibt keinen Kommentar .